Logo

Tuschereibstein mit Dekor von Päonien und Chrysanthemen

Ident. Nr.: 1966-22

ObjID: obj:975319

Details (expert)

Date(s)
Liao-Dynastie
11./12. Jh.
Geographical references
China,
Land
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 6,6 x 18,3 cm
Gewicht: < 2 kg
Acquisition
Kauf am 02.02.1966

Object Description

Der runde, in der Aufsicht gezeigte Tuschereibstein trägt einen mit dem Model aufgebrachten reliefierten Dekor von Päonien und Chrysanthemen. Ausgespart ist die unglasierte Reibefläche auf der schräg abfallenden, blattförmig geschweiften vertieften Partie der Oberseite. Während auf der Oberseite Päonien dargestellt sind, wird die Sockelwand von sechs lotosblattförmig geschweiften Feldern mit Chrysanthemenmotiven geschmückt. Das helle Steinzeug ist über einem Anguss in der für die Liao-Keramik typischen Farbpalette glasiert, die sich auf Weiß, Bernsteingelb und Grün beschränkte. Mit dieser Glasurpalette steht diese Ware unter dem Einfluss des Dreifarbendekors (chin. sancai) der Tang-Dynastie (618–906). Ihre Formfindungen sind oftmals ideenreich und schließen auch naturgetreue keramische Nachbildungen von genähten Lederflaschen mit ein, die in der Berliner Sammlung ebenfalls vertreten sind. Unter dem Dynastie-Namen Liao beherrschten die tungusischen Khitan-Nomaden zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert weite Teile Nordchinas, der Mandschurei sowie der Mongolei. [SM8HF]

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Museum für Asiatische Kunst

Additional items from the collections

Die Legende vom Prinzen Vishvantara

Die Legende vom Prinzen Vishvantara

Diese 10 m lange Bildfolge erzählt in 86 fortlaufenden Szenen das Vessantara Jataka, die Geschichte des Prinzen Vishvantara, dessen Leben durch seine Großherzigkeit, vor allem grenzenlose Freigebigkeit, bestimmt wurde. Der begleitende Verstext ist in der nepalesischen Sprache Newari geschrieben. Obwohl die bemalte Bildrolle erst im 19. Jh. geschaffen wurde, setzt sie eine sehr alte und weit verbreitete buddhistische Tradition fort.Das Vessantara JatakaDas Vessantara Jataka, die Geschichte des Prinzen Vishvantara, ist im Theravada Buddhismus eine der bekanntesten Geschichten über frühere Leben buddhistischer Persönlichkeiten, in diesem Fall von Buddha Shakyamuni. Die Geschichte handelt vom Leben und von den Taten eines barmherzigen Prinzen und wird in vielen Ländern Südostasiens wie Thailand, Laos, Myanmar, Sri Lanka und Kambodscha jährlich bei Festen aufgeführt und gefeiert. Die Geschichte des Prinzen VishvantaraVishvantara wird in die Waldeinsamkeit geschickt, wohin ihn seine Familie begleitet. Nachdem er bereits einen Elefanten, ein Pferd und einen Wagen weggegeben hat, fordert ein alter Brahmane den Prinzen auf, auch seine Frau und Kinder wegzugeben. Der Prinz überläßt sie ihm. Schließlich hat er alle Prüfungen bestanden und wird im Tushita-Himmel wiedergeboren. Denn Vishvantara wird als letzte irdische Existenz des künftigen Buddha betrachtet. Die Geschichte vom Prinzen, der alles hergibt was er besitzt, zeigt die Tugend vollendeter Grosszügigkeit. SM8HF