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Krönung Wilhelms I. in der Schlosskirche zu Königsberg 1861

Ident. Nr.: SZ Menzel Kat.841

ObjID: obj:1012917

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Adolph Menzel (1815 - 1905),
Zeichner*in
Wilhelm I. (Deutsches Reich, Kaiser) (1797 - 1888),
Dargestellt
Datierung
Herstellung: 1861
Systematik/Art
Provenienz
Adolph Menzel (1815-1905),
bis 14.7.1880
Nationalgalerie, Sammlung der Zeichnungen,
bis 1992
Abmessungen
Blattmaß: 22,6 x 28,9 cm
Erwerbung
Erworben am 14. Juli 1880 (unter Inv.-Nr. F 189) direkt beim Künstler, vermittelt über den Kunsthändler Hermann Pächter, für die „Sammlung der Zeichnungen“ der Nationalgalerie; 1992 an das Kupferstichkabinett überwiesen.

Letzte Aktualisierung: 06.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Nahezu während der ganzen Dauer seines jahrzehntelangen Lebens in Rom beschäftigte sich Joseph Anton Koch mit dem Thema Olevano, nachdem er schon 1804 zum künstlerischen Entdecker dieser malerischen Bergstadt geworden war. [...] Fast am Ende einer langen Entwicklung stellt er mit dem vorliegenden Blatt das malerische Sujet in überhöhter, komponierter Übersichtlichkeit dar. Aus vorausgegangenen Naturstudien vom gleichen Standort, von der Casa Baldi aus aufgenommen, die den deutschen Künstlern häufig als Unterkunft diente, gelingt dem Künstler eine Summe seiner Eindrücke. Mit den Mitteln der Vordergrundgruppen, der seitlichen Bäume, des übergreifenden Regenbogens, schließlich der Wolkenbildungen wird Bildmäßigkeit und Wirkung erzielt. Ein kleinerer Entwurf (Kupferstichkabinett, ID-Nr. SZ Koch 19) wird mit unserem Blatt zu Klarheit und Räumlichkeit geführt, wozu die meisterhaft eingesetzten Wirkungen von Licht und Schatten viel beitragen, so daß eine vollendete Zeichnung klassischer Landschaftsauffassung entstand. Für Kochs, aus souveräner Kenntnis urteilenden Biographen, Otto v. Lutterotti, ist sie »...in Komposition und Auffassung, Format und Durchführung wohl der schönste Hymnus, den Koch auf sein geliebtes, hochgebautes Bergnest angestimmt hat. Das Städtchen mit der verfallenen Burg der Colonna ist organisch wie ein Kristall dem Felsen entwachsen, im Vordergrund die ländliche Szene am Brunnen, das Ganze zusammengefaßt vom Regenbogen.«Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 360., Nr. VII.5 (mit weiterer Literatur)