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Steckmedaille auf die Hungersnot 1816 und den Erntesegen 1817

Ident. Nr.: N (46 K) 36/2007

ObjID: obj:1017269

Details (Expert)

Beteiligte
Georg Adam (1784 - 1823),
Entwerfer*in
Datierung
1816/17
Geografische Bezüge
Material / Technik
Zinn, Papier, Kupferstich, Aquarellfarbe
Abmessungen
Durchmesser: 4,9 cm Vorderseite der Zinnmedaille
Durchmesser: 4,4 cm der Papiereinlagen
Objektmaß: 30 x 21 x 1,4 cm der Plexiglasfassung

Objektbeschreibung

In einer verschraubten Plexiglastafel ist die Medaille und deren Inhalt, acht runde, gegengeklebte kolorierte Kupferstiche montiert, so dass die Objekte von beiden Seiten betrachtet werden können. Von den acht runden Papierobjekten sind allerdings zwei Farbreproduktionen.
Die Medaille hat auf der Vorderseite die Darstellung eines vor einem Baum sitzenden Familienvaters mit zwei Frauen und einem Kind. Die Umschrift lautet: GROS IST DIE NOTH O HERR ERBARME DICH. unter den Figuren: 1816 U 1817
Rückseite: betender Mann und Mädchen mit Kranz vor Feld, darüber schwebt ein Engel. Umschrift: ERKENNE DAS EIN GOTT IST. Im Abschnitt unter den Figuren: T. Stettner fec.
In die Innenseiten der Medaillenunterseite ist eine Gedächtnis-Tafel des Theuerungsjahres 1771 mit Preisen für Korn, Kern, Gerste, Haber, Erbsen und Linsen eingeklebt. Auf der Innenseite des Medaillenoberteils ist eine Liste mit der Preisentwicklung 1816/17 für Schweinefleisch (?) angegeben, daneben und darunter die Preise für Biersorten und Lebensmittel.
Die ursprünglich in der Medaille einliegenden acht runden Blättchen sind mit colorierten Kupferstichen und Text versehen. Der Text erzählt wie furchtbar der Ernteverlust durch Hagel und Unwetter 1816 war und wie gut die Ernte 1817 aufgegangen ist, wofür zum Dank aufgerufen wird. (Nun danket alle Gott!)
Auf dem vierten Bild (Menge vor einem Bäckerladen) ist als Hersteller der Kupferstiche der Künstler Georg Adam aus Nürnberg angegeben.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.