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Ident. Nr.: IV B 226 a

ObjID: obj:1017991

Details (Expert)

Beteiligte
Maximilian zu Wied (23.9.1792 - 3.2.1867),
Sammler*in
Datierung
ca. 1830
Geografische Bezüge
Plains und Prärie,
Kulturareal
Sioux,
Sprachgruppe
Abmessungen
Länge x Breite x Tiefe: 108 x 60 x 4 cm
Gewicht: < 2 kg

Objektbeschreibung

Calumet mit Federbehang, ohne Herkunftsangabe.
Länge: 103 cm
Sammlung Prinz zu Wied 1844 Inv.Nr.: IV B 226
Im Juni 1833 erwarb der Prinz bei Fort Pierre verschiedene Pfeifen, unter denen sich wahrscheinlich auch dieses Calumet befand. In seiner Objektliste schrieb er dazu: "Die Federn sind ein wenig durch die Insekten beschädigt, sonst gibt man ein gutes Pferd für eine solche Pfeife"
Diese Form des Calumets bestand ursprünglich nur aus einem Paar von Federstäben, die Teil einer Friedenszeremonie oder einer rituellen Adoption waren. Erst in späterer zeit wurden sie mit einem Pfeifenkopf aus Catlinit versehen, so dass eine Pfeife mit Federbehang daraus entstand. Auf dieser Kombination beruht die Idee der "Friedenspfeife"

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.