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Ident. Nr.: VII N 4K03

ObjID: obj:1018284

Details (Expert)

Beteiligte
Kurt Reinhard (27.8.1914 - 18.7.1979),
Autor*in
Datierung
1966 - 1971
Geografische Bezüge
Türkei,
Land
Sivas,
Provinz
Artvin,
Provinz
Muğla,
Provinz
Malatya,
Provinz
Gaziantep,
Stadt
Kütahya,
Provinz
Balıkesir,
Provinz
Konya,
Stadt
Material / Technik
—

Enthält: 1966 Eigene Mehter-Aufn. Radyo Istanbul. 7 Mehter-Stücke [Umschlag A4] - Konya 1966+1967 Unterlagen einschl. Noten [grüne Mappe] - Texte 1968 [blaue Mappe] - Türkei 1968: Diverse Unterlagen einschl. Briefwechsel [grüne Mappe] - Türkei 1970 [rote Mappe] - Konya 71/1 [roter Hefter] - 1971 [grüne Mappe]

Letzte Aktualisierung: 10.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.