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Tarairiu-Frau

Ident. Nr.: KdZ 24542 verso

ObjID: obj:1018967

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Albert Eckhout (um 1610),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1640
Weitere Titel
Sammlungstitel: Tarairiu-Frau
Tapuya-Indigene (Waíkana)
Tapuya-Indianerin
Abmessungen
Blattmaß: 37,2 x 25,8 cm
Erwerbung
1652 aus der Sammlung des Johann Moritz von Nassau-Siegen (1637 bis 1644 Gouverneur der niederländischen Ostindindischen Kompanie) an Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Eingliederung in die kurfürstliche Bibliothek, von dort 1831 Übergabe an das Kupferstichkabinett

Objektbeschreibung

Es handelt sich um einen historischen Werktitel bzw. eine überlieferte Beschreibung, die rassistisch oder anderweitig diskriminierend ist. Die SMB distanzieren sich von diesem Sprachgebrauch und setzen sich kritisch damit auseinander.

Letzte Aktualisierung: 07.05.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Der Teufel sät Unkraut (Matt. XIII, 25)

Der Teufel sät Unkraut (Matt. XIII, 25)

Nach dem Verlorenen Sohn ist der Teufel, der, während die Landarbeiter schlafen, Unkraut zwischen den Weizen sät, wohl das um 1600 am häufigsten dargestellte Gleichnis Jesu. De Gheyn zeigt sich in der Weise, wie die ganze Landschaft von einer Spannung ergriffen wird, die in der Hauptfigur kulminiert, als einer der führenden Manieristen. Obwohl Studienzeichnungen erhalten sind, in denen das Modell dem links am Baum Schlafenden ähnelt, wird jede Naturwahrheit zugunsten des Ausdrucks zurückgestellt. Von dem in Bewegungsrichtung des feindlichen Sämannes abschüssigen Feld über die bizarren Kopfweiden bis zu den Pilzen, die vorn ganz unwahrscheinlich auf dem frisch gepflügten Acker sprießen, kündigt sich Unheil an, das nicht nur durch den Teufel versinnbildlicht wird, sondern auch in den Hexenreitern am brodelnden Himmel, mit denen der Zeichner weit über den Bibeltext hinausgreift. Im scharfen Gegensatz dazu stehen rechts die idyllisch schlafende Gruppe und links die ruhigen Tiere, die schweren Säcke mit dem Saatgut und der nach dem reichlichen Mittagsmahl ruhende Arbeiter. In diesen Themen ist de Gheyn auf der Höhe der Zeit; auch andere Künstler wie vor allem A. Bloemaert zeichnen in diesen Jahren das bäuerliche Leben, wobei der Ton immer auf Muße und Verfall liegt. Die biblische Geschichte gibt de Gheyn die Möglichkeit, dies mit Zügen seiner Hexensabbat-Darstellungen zu verbinden, mit denen er Salvator Rosa vorangeht.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 190, Kat. IV.31 (mit weiterer Literatur)