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Ident. Nr.: III C 6434 c

ObjID: obj:1021399

Details (Expert)

Beteiligte
Georg Zenker (11.6.1855 - 1922),
Sammler*in
Datierung
19. Jh.
Geografische Bezüge
Kamerun,
Land/Region
Gabun,
Land/Region
Ngumba,
Ethnie
Pangwe,
Ethnie
Material / Technik
Holz, Metall
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 48,6 x 11,6 x 10,9 cm
Gewicht: < 2 kg
Erwerbung
Ankauf von Zenker, Georg August 1896

Objektbeschreibung

Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "Ngumba: 'mbiang' (die männliche Figur), norra mbiang (die weibliche);
Yaunde: 'ngulu melan' resp. 'mininia ngulu melan'.
2 Paar Fetischfiguren aus Holz.
a) 40 cm hoch
b) 44 " "
c) 41 cm hoch
d) 43 " "
Ngumba.
Dieselben haben einen Ehrenplatz im Männerhaus in einer Ecke oder an der Mittelsäule. Sie stehen in einem runden Gefäß von Fassform (ausgehöhlter Baumstamm), in welchem sich ein oder mehrere Schädel befinden. Bei dem Feste der Stammesmarkung, das bei den Ngumba ähnlich dem der Yaunde ist, wird der Fetisch in eine in der Nähe des Dorfes im Busch gelegene Hütte gebracht, von der ein in den Boden gegrabener Gang nach einer Hütte im Dorfe resp. dem Männerhaus führt, wo die Schädel herausgenommen und mit frischer Medizin gefüllt werden, worauf die Figuren in der Hand des Medizinmannes tanzen. Nach Beendigung des Festes werden sie wieder aufgestellt. Sie sind bei den Ngumba sozusagen im täglichen Gebrauch. Sie widmen diesen Figuren große Aufmerksamkeit, indem sie dieselben bemalen u. mit Schmuck versehen. Die Yaunde bedienen sich dieser Figuren ebenfalls, aber bedeutend größerer, beschränken sich jedoch darauf, denselben bei dem Fest der Stammesmarkung zu opfern, resp. bei Feiern von Medizinschmäusen."
[SM8HF]

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.