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Ident. Nr.: IV Ca 41069

ObjID: obj:102809

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Policromo Antiguo (500 - 800)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Filadelfia,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 10,8 x 17,5 x 17,7 cm
Wandstärke: 0,7 cm
Gewicht: 0,7 kg
Erwerbung
Kauf von Walter Lehmann 1909

Objektbeschreibung

Rundbodige Schale mit tiefständigem Umbruch und hoher, leicht ausladender Wand. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Seine Außenseite ist bemalt und poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert.

Die Außenseite der Keramik besitzt eine weiß-bräunliche Grundfarbe, die rot und schwarz bemalt ist. Die Außenseite der Wand wird von mehreren ovalen Bildfeldern verziert, die durch schwarze Flächen voneinander getrennt sind. Im Zentrum der ovalen Sektoren erscheinen zwei gegenständige, rote Figuren, die Lothrop (1926) als stark stilisierte Echsen interpretiert. Die Darstellungen sind durch dünne, schwarze Außenlinien begrenzt. Das Objektinnere wurde rot grundiert. Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware, alligator motive, type A.

Kulturelle Bedeutung: Die Gruppen Galo und Carillo Policromo (800-500d.C.) stellen die ersten wirklich polychromen Keramiken dar, die in der Region Gran Nicoya hergestellt wurden. Ihre Gestaltung (Form, Farbgebung, einzelne Motive) erinnert stark an die Gruppe Ulua Policromo (950-550d.C.).
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.