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Ident. Nr.: IV Ca 41073

ObjID: obj:102813

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Policromo Medio (800 - 1350)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Santa Cruz,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 7,8 x 20,5 x 20,1 cm
Wandstärke: 0,65 cm

Objektbeschreibung

Schale mit weit auskragendem Rand, gerader Wand und flachem Boden. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt, grundiert, bemalt und hoch poliert.

Die Keramik besitzt eine rot-braune Grundfarbe, die rot und schwarz-braun bemalt ist. Der äußere Rand wird durch ein randständiges, umlaufendes schwarz-braunes Band verziert. An der Wand befinden sich umlaufende, rote Linien. Am Boden erscheinen zwei halbrunde Felder mit schuppenähnlichen Motiven. Die Sektoren werden von zwei roten Linienbündeln begrenzt, die durch einen schwarz-braunen Streifen voneinander getrennt sind. Der innere Rand wird durch einen umlaufenden Fries verziert, der Stufenelemente besitzt. An der Wand verläuft ein schwarz-braunes Band. Im Fond der Schale erscheint ein echsenähnliches Wesen, das im Seitenprofil dargestellt wurde. Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware, alligator motive, type A.

Kulturelle Bedeutung: die Keramik ist sowohl aus Bestattungen als auch aus Haushaltskontexten bekannt. Sie ist mit der Gruppe Mora Policromo (1350-800d.C.) verwandt. Ähnliche Echsenmotive sind auch aus der polychromen Keramik (Buenos Aires Policromo, 1550-800d.C.) der Region Gran-Chiriquí bekannt.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.