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Ident. Nr.: IV Ca 41091

ObjID: obj:102831

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
Policromo Tardío (1350 - 1550)
Geografische Bezüge
Ometepe,
Insel
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 6,5 x 11,2 x 11 cm
Mündung: 7,6 cm
Wandstärke: 0,75 cm

Objektbeschreibung

Kleine, rundbodige Schüssel. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Seine Außenseite ist polychrom bemalt und hoch poliert. Grundierung und Bemalung sind stark nachgedunkelt.

Die Keramik besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die rot und schwarz bemalt ist. Die Wand wird an ihrer Außenseite durch einen hochständigen, umlaufenden Fries verziert, der stilisierte Schlangenmotive zeigt. Am Innenrand erscheint ein umlaufendes, rotes Band. Nach Lothrop 1926: Luna ware, plumed serpent, type G.

Kulturelle Bedeutung: die Variante wurde in Bestattungen dokumentiert. Ihre Objekte sind häufig mit schuhförmigen Krügen aus dem Policromo Tardío (1520-1350d.C.) vergesellschaftet (Bransford 1881). Von der Insel El Muerto und dem Arquipiélago Solentiname sind schuhförmige Gefäße bekannt, in denen sich Glasperlen befanden (Lothrop 1926: 254). Am Fundort Papagayo (Costa Rica) waren Objekte des Typs Luna Policromo mit Waren der Madeira Gruppe (1550-1200d.C.) assoziiert (Bonilla et al. 1987: 309). Die bildlichen Verzierungen der Gruppe verweisen auf mesoamerikanische Themen. Sie sind stark stilisiert und fallen durch ihren feinen Strich auf.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.