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Ident. Nr.: IV Ca 41136

ObjID: obj:102876

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Policromo Medio (800 - 1350)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Santa Cruz,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 27,1 x 22,5 x 23,4 cm
Mündung: 10,2 cm
Wandstärke: 0,65 cm
Gewicht: ca. 2200 g
Erwerbung
Kauf von Walter Lehmann 1909

Objektbeschreibung

Ovaloider Krug mit zwei zylindrischen Beinen und einem Bogenfuß. Das Objekt besitzt einen fließenden Halsansatz und einen leicht auskragenden Rand. Der Körper wird durch ein mittelständiges, zoomorphes Kopfprotomen verziert, das eine Rasselkugel beinhaltet. Die hohlen Beine besitzen an ihrer Vorderseite zwei schmale, vertikale Öffnungen, durch die eine Rasselkugel sichtbar wird. Die Keramik verfügt über zwei mittelständige, vertikale Bandhenkel, die als Arme gestaltet wurden. Das Figurengefäß wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Seine Außenseite ist polychrom bemalt und hoch poliert. Die Maltechnik der zoomorphen Motive simuliert eine Negativverzierung. Die Bemalung ist besonders an der Rückseite des Objekts stark erodiert. Der Bogenfuß wurde wahrscheinlich nicht originalgetreu restauriert.
(Künne 2005)
Bis zur Erweiterung des Textfeldes "Lange Beschreibung" kann die ikonographische Bedeutung, die kulturelle und symbolische Bedeutung dieses Objektes der Sammlung Lehmann nicht eingearbeitet werden.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.