Logo

Ident. Nr.: IV Ca 41231

ObjID: obj:102971

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
Policromo Antiguo (500 - 800)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Filadelfia,
Kanton
Guaca A,
Archäologische Stätte
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 17,4 x 23,4 x 23,5 cm
Öffnung: 7,6 cm
Mündung: 11,5 cm
Wandstärke: bis 1,2 cm
Gewicht: 1,78 kg
Erwerbung
Kauf von Dr. Walter Lehmann 1909

Objektbeschreibung

Bauchiger, rundbodiger Krug mit kurzem auskragendem Hals. Das Objekt wurde beidseitig geglättet und geschlämmt. Seine Außenseite ist grundiert, bemalt und poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert.

Die Außenseite der Keramik besitzt eine lachsfarbene Grundierung, die rot und schwarz bemalt ist. Die Schulter wird durch einen umlaufenden, roten Fries verziert, der mäanderförmige Verzierungen besitzt. Am Körper befindet sich eine mittelständige Motivfolge. Sie setzt sich aus mehreren rechteckigen Bildfeldern zusammen, in denen stilisierte Echsendarstellungen erscheinen. Die doppelköpfigen, roten Wesen wurden im Seitenprofil abgebildet. Alle roten Flächen, sind durch dünne, schwarze Außenlinien begrenzt. Die Innenseite des Gefäßes blieb bis auf den rot bemalten Rand unverziert. Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware, alligator motive, type A.

Kulturelle Bedeutung: die Gruppen Galo und Carrillo Policromo (800-500d.C.) stellen die ersten wirklich polychromen Keramiken dar, die in der Region Gran Nicoya hergestellt wurden. Ihre Gestaltung (Form, Farbgebung, einzelne Motive) erinnert stark an die Gruppe Ulua Policromo (950-550d.C.). Ähnliche echsenförmige Verzierungen sind aus dem kostarikanischen Hochland (Protomen) und aus der Region Gran Chiriquí (Bemalung) bekannt. Das Objekt gehört zu einem Konvolut dekontextualisierter Objekte, die Lehmann im März 1908 in einem Gräberfeld bei El Viejo fand. Allein aus der Huaca A sollen 480 Objekte stammen. Sie umfassen neben Keramiken auch Beile, Reibsteine, Muscheln und “Grünsteine“. Letztere waren mit Körperbestattungen assoziiert.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}