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Ident. Nr.: IV Ca 41243

ObjID: obj:102983

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Policromo Tardío (1350 - 1550)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Santa Cruz,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 10 x 5,5 x 13,1 cm
Mündung: 3,7 cm
Wandstärke: 0,65 cm

Objektbeschreibung

Kleines, bohnenförmiges (schuhförmiges) Gefäß mit gewölbtem Boden. Das Objekt besitzt einen fließenden Halsansatz und einen auskragenden Rand. Am Körper erscheinen aufgesetzte Applikationen. Die Keramik wurde beidseitig geglättet und geschlämmt. Ihre Außenseite ist grundiert, bemalt und leicht poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert.

Das Objekt besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes rot-orange und schwarz-braun bemalt wurde. Am Hals und am Körper befinden sich mehrere umlaufende, rot-orange Bänder und schwarz-braune Linien. Der Körper wird durch ein bimorphes Gesicht verziert, das aufgesetzte (Augenbrauen, Augen, Nase) und gemalte (Schnurrbart) Attribute besitzt. Sie scheinen auf ein raubkatzenähnliches Wesen hinzuweisen. Nach Lothrop 1926: Zapatero ware.

Kulturelle Bedeutung: der Typ ist sowohl aus Bestattungen als auch aus Siedlungskontexten bekannt. Seine Objekte zeichnen sich vor allem durch ihre lachsfarbene Grundierung aus. Die Gruppe wurde hauptsächlich im Tal des Río Tempisque dokumentiert und tritt nur selten nördlich von Bagaces (Costa Rica) auf. Obwohl das inventarisierte Objekt keine lachsfarbene Grundierung besitzt, kann es nach Bonilla et al. 1987 nur der Gruppe Jicote Policromo zugeordnet werden. In der Region Gran Nicoya existierte eine lange einheimische Tradition von Gesichtsdarstellungen. Aufgesetzte raubkatzenähnliche Gesichter finden sich bereits auf den roten, gebürsteten Waren des Policromo Medio (1350-800d.C.).
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.