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Der Klang des Wassers

Ident. Nr.: 5841

ObjID: obj:1030626

Credit: Geschenk des Künstlers

Details (Expert)

Beteiligte
Kaburagi Kiyokata (1878 - 1973),
Maler*in
Datierung
Shōwa-Zeit
1930
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Blattmaß: 84,0 x 102,4 cm
Rahmenaußenmaß: 129 x 146,5 x 6 cm

Objektbeschreibung

Der langlebige Kaburaki Kiyokata war ein führender Vertreter der neotraditionellen Malerei Japans (j. Nihonga) und gilt als einer der besten Figurenmaler dieses Genres im 20. Jahrhundert. Motivisch und stilistisch schließt der von dem Grafiker und Illustrator Mizuno Toshikata (1866–1908), der wiederum ein Schüler des bekannten Holzschnittmeisters Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892) war, ausgebildete Kiyokata eng an die Tradition der Darstellungen von Kabuki-Schauspielern und schönen Frauen der Edo-Zeit (1600–1868) an. Allerdings verzichtet er meist auf die unterschwellige Erotik und leicht anrüchige Sinnlichkeit der Ukiyo-e genannten Bilder aus den Freuden- und Bordellvierteln der vormodernen Metropole. Seine modernisierte Konstruktion einer kühl-eleganten Tradition weiblicher Schönheiten in Kimonos steht vielmehr im Dienst nationaler Repräsentation. Dieses Bild entstand für die Ausstellung Japanische Malerei der Gegenwart, die vom 17. Januar bis 31. März 1931 in der Preußischen Akademie der Künste am Pariser Platz und anschließend in Düsseldorf und Budapest gezeigt wurde. Der Künstler schenkte es dem Museum nach Beendigung der Ausstellungen.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Niedriger Tisch (oder Fußbank)

Niedriger Tisch (oder Fußbank)

Der niedrige Tisch mit floralem Dekor zählt zu den Meisterwerken chinesischer Schnitzlackarbeiten der frühen Ming-Zeit und stammt ohne Zweifel aus den kaiserlichen Werkstätten, wie zwei eng verwandte Stücke in der Sammlung des Pekinger Palastmuseums bezeugen. An der Wende zur Ming-Dynastie waren die beiden für ihre roten Schnitzlacke berühmtesten Lackmeister tätig, Zhang Cheng und Yang Mao. Sie legten die Grundlagen für eine grandiose Blüte dieser Kunst, die in der Ära Yongle (1403–1424) und Xuande (1426–1435) ihren Höhepunkt erreichte. Die Schnitzlackarbeit dieses niedrigen Tisches besticht durch den weich modellierten Schnitt der dicken Lackschicht und die kompositorische Eleganz des Dekors. Die Oberseite zeigt halb oder vollständig geöffnete Päonienblüten und Knospen unterschiedlicher Größe. Die Beine und Querverstrebungen sind außer mit Päonien auch mit Pflaumenblüten, Lotos und Chrysanthemen geschmückt. Fritz Löw-Beer (1906–1976), aus dessen Sammlung das Werk stammt, begann bereits in den 1920er Jahren, chinesische Lackarbeiten zu sammeln und konnte im Verlauf weniger Jahre eine umfangreiche Sammlung aufbauen. Er konnte sie nach einer Ausstellung in Amsterdam im Jahre 1938 bei seiner Emigration nach den Vereinigten Staaten mitführen und so in Sicherheit bringen. Während und nach dem Kriege vermehrte und verbesserte Löw-Beer die Sammlung. Der Großteil der Sammlung befindet sich heute im Stuttgarter Linden-Museum, das diese Bestände (186 Lackarbeiten) 1978 erwarb. Einzelne bedeutende Lackkunstwerke gingen zuvor bereits an das Museum of Fine Arts in Boston, das Victoria and Albert Museum und das British Museum in London. Im Jahr 1972 gelang der Erwerb des berühmten kaiserlichen Thronensembles und 1978 aus dem Nachlass der Erwerb des niedrigen Tisches für die Berliner Sammlung.