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Ident. Nr.: IV Ca 41561

ObjID: obj:103267

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
500 - 1550
Geografische Bezüge
San José,
Stadt
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 15,7 x 23,3 x 11,3 cm
Mündung: 6,1 cm (Gefäß a)
Öffnung: 5 cm (Gefäß a)
Mündung: 7,1 cm (Gefäß b)
Öffnung: 5,6 cm (Gefäß b)
Wandstärke: 0,7 cm

Objektbeschreibung

Doppelgefäß, das aus zwei kleinen Krügen besteht, die durch einen oberrandständigen, planen Bügelhenkel und eine mittelständige, massive Tonmasse miteinander verbunden werden. Die rundbodigen Behälter besitzen einen kurzen, leicht auskragenden Hals. Das Objekt hat drei hohle, konische Beine mit Rasselkugeln. An jedem Gefäßkörper befindet sich ein mittelständiges, aufgesetztes Gesicht. Die Keramik wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Ihre Grundierung ist stark erodiert. Das restaurierte Objekt besitzt mehrere Bruchstellen und Abplatzungen.

Das monochrome Gefäß hat eine rot-braune Grundfarbe. Am Körper befinden sich zwei gegenständige, anthropomorphe Gesichter. Der Bügelhenkel besitzt eine ovale, plastische Auflage. Nach Lothrop 1926: highland, red ware, type C.

Kulturelle Bedeutung: überregional verbreitete Keramik, die im Zentralen Hochland, an der Atlantischen Abdachung und in der Region Diquís hergestellt wurde. Die historischen Gruppen Curridabat ware (Hartman 1907), stone cist ware (La Cabaña Aplicado), red ware, type C (Lothrop 1926) und handled group (Holmes 1888; MacCurdy 1911) sind aus typologischer Perspektive eng miteinander verwandt. Die Keramiken wurden in den Perioden VI (1550-1000d.C.) und V (1000-500d.C.) angefertigt. Monochrome, plastisch verzierte Waren sind sowohl aus Steinkistengräbern als auch aus Haushaltskontexten bekannt. Hartman (1901: 31-33) fand in Las Mercedes (Atlantische Abdachung) Objekte des Typs La Cabaña Aplicado, die mit Glasperlen assoziiert waren. Stone (1977: 167) berichtet aus Tuis (Zentrales Hochland) Keramiken derselben Gruppe (stone cist ware), bei denen sich eine venezianische Glasperle befand.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}