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Ident. Nr.: IV Ca 41599

ObjID: obj:103305

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Policromo Antiguo (500 - 800)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Filadelfia,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 17,6 x 14 x 13,4 cm

Objektbeschreibung

Große, sitzende, anthropomorphe Figur mit verschränkten Beinen. Die hohle, weibliche Skulptur besitzt einen übergroßen Kopf und stemmt beide Arme in die Hüften. An Nabel und Hals befinden sich kleine, runde Öffnungen. Das Objekt wurde geglättet, geschlämmt, grundiert, bemalt und poliert. Polierung und Bemalung sind partiell erodiert.

Die Skulptur besitzt eine rot-braune Grundfarbe, die schwarz-braun und rot bemalt wurde. Die Gestalt beugt ihren Oberkörper weit nach vorn. Sie trägt eine Schambinde, die partiell rot bemalt wurde. Augenhöhlen, Nase, Mund, Kinn, Finger und Fußsohlen haben ebenfalls eine rote Bemalung. Stirn, Wangen, Oberarme, Brüste und Knöchel besitzen schwarz-braune, geometrische Motive, die Kreuze und Wellenlinien zeigen. Die gegenständigen Öffnungen, die sich am Hals befinden, dienten möglicherweise zur Aufhängung des Objekts. Symbolische Bedeutung: Stevenson-Day (1997) interpretiert die weiblichen Skulpturen der Gruppe Galo Policromo als Schamanen.

Kulturelle Bedeutung: die anthropomorphen Figuren der zoniert zweifarbigen Keramik (Rosales Esgrafiado) und des Policromo Antiguo (Gruppe Galo Policromo) stammen vor allem aus Bestattungen. Sie zeigen im Vergleich zu den Skulpturen späterer Keramikgruppen (Mora Policromo, variedad Guabal) einen großen darstellerischen Realismus. Die Gruppen Galo und Carillo Policromo (800-500d.C.) stellen die ersten wirklich polychromen Keramiken dar, die in der Region Gran Nicoya hergestellt wurden. Ihre Gestaltung (Form, Farbgebung, einzelne Motive) erinnert stark an die Gruppe Ulua Policromo (950-550d.C.).
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.