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Ident. Nr.: IV Ca 41622

ObjID: obj:103328

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
300 v.Chr. - 500 n.Chr.
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Filadelfia,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 10,7 x 9,8 x 6,2 cm

Objektbeschreibung

Anthropo-zoomorphe Miniatur. Das Objekt besitzt drei Beine, die sich an einem hohlen, tonnenförmigen Körper befinden. Die stehende Figur trägt einen flachen Gegenstand (Brett, Sitz oder Reibtisch?) auf dem Rücken, der durch zwei Seile (?) am Körper befestigt wurde. Ihre Arme scheinen an die halsständige Seilpartie zu greifen. Der Kopf der Skulptur wird von einer runden Kappe bedeckt. Die Figur trägt Ohrschmuck und besitzt am Hals zwei kleine, gegenständige Öffnungen, die wahrscheinlich zur Aufhängung dienten. Am Rücken befindet sich eine größere, runde Öffnung. Das Objekt wurde geglättet, geschlämmt, grundiert, geritzt und leicht poliert. Die Grundierung ist partiell erodiert. An dem transportierten Gegenstand befindet sich eine Bruchstelle.

Die monochrome Figur besitzt eine weiße Grundfarbe. Ihre Körperhaltung weist auf ein stehendes, anthropomorphes Wesen hin. Kopfgestaltung und Beine deuten dagegen einen echsenähnlichen Charakter an. Soziale Bedeutung: ähnliche Keramiken wurden als Ritualobjekt (Bransford 1881; Bonilla et al. 1987), als Anhänger oder als Gefäßpfeife (Lehmann 1913) interpretiert. Symbolische Bedeutung: im südamerikanischen Tiefland galten Kaimane als "Herr der Fische" und als "Bringer des Maniok" (Bischof 1982: 14). Nach Lehmann 1913: El Viejo-Stil. Lothrop (1926) bespricht die Keramik unter den Gruppen orange-brown ware figurines und red ware figurines.

Kulturelle Bedeutung: die Gruppe ist nur aus dem Süden der Region Gran Nicoya bekannt. Ihre Objekte wurden vor allem in Bestattungen dokumentiert. Die Keramik gehört zu einem Konvolut dekontextualisierter Objekte, die Lehmann im März 1908 in einem Gräberfeld bei El Viejo fand. Allein aus der Huaca A sollen 480 Objekte stammen. Sie umfassen neben Keramiken auch Beile, Reibsteine, Muscheln und “Grünsteine“. Letztere waren mit Körperbestattungen assoziiert.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 24.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.