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Ident. Nr.: IV Ca 41659

ObjID: obj:103365

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Bicromo en zonas (500 v.Chr. - 500 n.Chr.)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Filadelfia,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 8,7 x 8 x 6,7 cm

Objektbeschreibung

Kleine, anthropomorphe Figur, die auf einem Reibtisch sitzt. Die hohle Skulptur trägt einen Hut und besitzt einen tonnenförmigen Körper. Sie verschränkt die angezogenen Beine und stützt ihre Arme auf die Knie. Der vierbeinige Reibtisch besitzt an einer Schmalseite ein echsenförmiges Kopfprotomen. An den Handgelenken und Oberarmen der anthropomorphen Figur sowie am Kopf des Reibtisches erscheinen zonierte Stichpunktverzierungen. Am Hals der sitzenden Gestalt befinden sich zwei gegenständige, runde Öffnungen, die wahrscheinlich zur Aufhängung dienten. Das Objekt wurde geglättet, geschlämmt und grundiert. Die Grundierung ist stark erodiert. Die Keramik besitzt mehrere Bruchstellen.

Die monochrome Keramik besitzt eine weiße Grundfarbe. Symbolische Bedeutung: die anthropomorphe Figur verkörpert aufgrund ihrer Kleidungsattribute wahrscheinlich eine Person mit hohem Sozialprestige. Obwohl aus der Region Gran Nicoya vorwiegend dreibeinige Steintische dokumentiert wurden, benutzt die Gestalt einen vierbeinigen Tisch. Soziale Bedeutung: ähnliche Keramiken wurden als Ritualobjekt (Bransford 1881; Bonilla et al. 1987), als Anhänger oder als Gefäßpfeife (Lehmann 1913) interpretiert. Nach Lehmann 1913: El Viejo-Stil. Lothrop (1926) bespricht die Gruppe unter der orange-brown ware.

Kulturelle Bedeutung: die Gruppe ist nur aus dem Süden der Region Gran Nicoya bekannt. Ihre Objekte wurden vor allem in Bestattungen dokumentiert. Das inventarisierte Objekt belegt die Mehrfachnutzung von steinernen Tischen, die als Sitze und als Arbeitsgegenstand dienten.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 24.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}