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Ident. Nr.: IV Ca 41707

ObjID: obj:103413

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
500 - 1000
Geografische Bezüge
Heredia,
Provinz
Material / Technik
Stein
Abmessungen
Objektmaß: 6,5 x 6,9 x 18,9 cm

Objektbeschreibung

Kleine, zoomorphe Steinskulptur. Die massive, bimorphe Figur hat einen langen, echsenähnlichen Körper, der auf vier abgeflachten Beinstümpfen ruht. Das dargestellte Wesen besitzt einen vorgestreckten, katzenähnlichen Kopf, der direkt auf den Schultern ansetzt. Die Skulptur hat ein breites, geschlossenes Maul und kleine, runde Augen. Ihr langer, dünner Schwanz liegt auf dem Rücken. Das leicht erodierte Objekt besitzt eine plane Basis, die zur Aufstellung dient.

Die inventarisierte Figur stellt wahrscheinlich ein mythisches Wesen dar. Soziale Bedeutung: Mason vermutet, daß die meisten Skulpturen der Capelladas-Pacayas-Gruppe Lesefunde sind. Er glaubt, daß ähnlich kleine Steinfiguren bei religiösen Zeremonien verwendet wurden (1945: 271, 280). Ihre einfache Form kann eine besondere kulturelle Tradition oder mangelnde handwerkliche Fertigkeiten anzeigen.

Kulturelle Bedeutung: die Gruppe wurde zuerst von Lehmann (1913) und Mason (1945) beschrieben. Sie umfaßt kleine, massive Skulpturen, die von den Fundorten Capelladas, Pacayas (beide bei Juan Viñas) und San Isidro de Arenilla (bei San José) stammen. Die Objekte stellen zoomorphe und anthropomorphe Wesen dar, die auf einer planen Basis stehen, hocken, knien, sitzen oder liegen. Sie können vogel-, affen-, katzen-, echsen- sowie männer- oder frauenähnliche Gestalten verkörpern. Die Figuren besitzen einen großen, runden Kopf, ein flaches Gesicht und einen breiten, eingetieften Mund. Ihre relativ kurzen Arme und Beine nehmen wenige, standartisierte Haltungen ein. Die Zeitstellung der Gruppe kann nicht zweifelsfrei bestimmt werden, da ihre archäologischen Kontexte unbekannt sind. Die kaum differenzierten Typen scheinen aufgrund ihrer Gestaltung auf die Periode V (1000-500d.C.) zu verweisen.
(Künne 2005)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}