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Ident. Nr.: I C 28366 d

ObjID: obj:1035830

Details (Expert)

Beteiligte
Otto Ehrenfried Ehlers (31.1.1855 - 9.1895),
Sammler*in
Datierung
2. Hälfte 19. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Indien,
Land
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 35 x 29 x 14 cm (ohne Tragegurt)
Erwerbung
Schenkung von Eduard von Ohlendorff 1896

Objektbeschreibung

Der Korb und der seitlich befestigte Trageriemen sind aus schmalen Bambusstreifen hergestellt. Ein von außen aufgebundenes Gerüst aus Bambus dient der Stabilisierung der Seiten des Bodens. Die Bindungen sind ebenfalls mit pflanzlichem Material ausgeführt. Die Rückseite des Korbes wird durch eine Palmblattscheide stabilisiert. Die Vorderseite des Korbs ist mit einem Pflanzenfaserbüschel, einem Vogelbalg und Kaurischneckengehäusen verziert. Das Faserbüschel aus Pflanzenblättern ist unten links befestigt. Der Balg ist diagonal auf dem Korb appliziert, so dass die Spitzen der langen Konturfedern über die rechte untere Kante der Tasche herausragen. Über dem Balg liegt ein sich überkreuzendes Band mit aufgezogenen Kaurischneckengehäusen.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.