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Ident. Nr.: IV Ca 41854

ObjID: obj:103691

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
500 - 800
Geografische Bezüge
Cartago,
Provinz
Material / Technik
Stein
Abmessungen
Objektmaß: 29 x 22,5 x 49,5 cm
Länge: (Arbeits-/Sitzfläche) 37 cm
Wandstärke: (Arbeits-/Sitzfläche) 3 cm
Andere Maße: Wölbung der Arbeits-/Sitzfläche: 4,5 cm

Objektbeschreibung

Großer, verzierter Reibtisch. Das steinerne Werkzeug besteht aus einer gewölbten, rechteckigen Arbeitsplatte und drei trapezförmigen Beinen, die eine kleine Standfläche besitzen. An der einbeinigen Schmalseite des Objekts setzt ein katzenähnliches Kopfprotomen an. Es hat zwei runde, eingetiefte Augen und ein kleines, geöffnetes Maul. Die Stirn des dargestellten Wesens wird durch ein graviertes Band dekoriert. Oberhalb der Schläfen befinden sich zwei kleine, aufgestellte Ohren. Das Gesicht wurde in Frontalperspektive abgebildet. Die hoch- und seitenständigen Partien des quaderähnlichen Protomens sind mit geometrischen Gravuren verziert, die nicht der natürlichen Fellzeichnung der Spezies entsprechen. Die Unterseite der plastischen Verzierung wurde ausgehöhlt und geglättet. Die oberen, unteren und seitlichen Flächen des Bodensteins werden durch gravierte, geometrische Motive dekoriert. Die drei Beine des Objekts weisen darüber hinaus runde Bohrungen und ovale Perforationen auf. Die beiden gegenständigen Beine unterscheiden sich von dem einzeln stehenden Träger, der massiver, länger und stärker geneigt ist. Während die Innenseiten der Hinterbeine unverziert blieben, wurde das einzelne Stützelement auf allen Seiten graviert. Es hat vier frontale Bohrungen und eine starke seitliche Schräglage, die besonders ins Auge fallen. Die Arbeitsfläche des Reibtischs zeigt deutliche Gebrauchsspuren. An den Ecken und Kanten des Objekts treten Abplatzungen und Abschürfungen auf. Das gravierte Dekor ist leicht erodiert. Die plattenständigen Verzierungen wurden partiell eingeebnet.
(Künne 2005)

Weitere Informationen zur sozialen, symbolischen und kulturellen Bedeutung, sowie zu Fundkontext und Periodisierung konnten wegen technischer Probleme von Museum Plus nicht in die lange Beschreibung integriert werden.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.