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Bildnis der Prinzessin Elisabeth von Sachsen

Ident. Nr.: KdZ 4452

ObjID: obj:1037089

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Lucas Cranach (der Jüngere) (1515-1586),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1564
Abmessungen
Höhe x Breite: 38,8 x 28,5 cm
Andere: Kettlinienintervalle: nicht identifzierbar
Andere: Rippliniendichte: nicht identifizierbar

Objektbeschreibung

Die Identität der Dargestellten ist durch das ganzfigurige Gemälde belegt, in des sen Vorbereitung die Pinselzeichnung angefertigt wurde. Das Bild gehört zu einer 1564 entstandenen Reihe von Bildnissen der kurfürstlich-sächsischen Familie. Demnach ist die Dargestellte 12 Jahre alt. Später, im Jahr 1570, heiratete sie den reformierten Pfalzgrafen Johann Casimir, von dem sie wegen ihres lutherischen Bekenntnisses viel zu leiden hatte.
Bemerkenswert ist die strenge Konzentration auf das vollständig durchgeführte Gesicht, während die übrigen Partien nur als Andeutungen vorhanden sind. Die Zeichnung ist auf zartrosa grundiertem Papier in schwarzer Kreide angelegt. Auf dieser Grundlage ist das Inkarnat in intensivem Rosa gegeben, das zum Schatten hin durchsichtiger wird. Der Haarkranz in Gelb und Braun vervollständigt das Gesicht, während das Übrige zum Schluß in braunen Pinselzügen nur angegeben wird. Diese sparsame und zugleich effektive Art der Farbenskizze ist eine Technik, die der ältere Cranach entwickelt hatte. Ihr entspricht bei unserem Blatt die von H.Geissler betonte Idealisierung des Bildnisses, das er dennoch für eine Aufnahme nach dem Modell hielt. Die hervorragende Qualität des Werkes beruht auf dem Gleichgewicht zwischen künstlerischer Form und spürbarer menschlicher Präsenz.

Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 137f., Kat. III.65 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 27.04.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)