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Junge Frau im Bade

Ident. Nr.: 344-4

ObjID: obj:1041603

Details (Expert)

Beteiligte
Albrecht Altdorfer (ca. 1480 - 1538),
Stecher*in
Datierung
Herstellung: um 1515 - 1525
Material / Technik
Kupferstich
Abmessungen
Höhe x Breite: 3,8 x 3 cm

Objektbeschreibung

Die kleinsten Kupferstiche, die wir kennen, stammen von Altdorfers Hand. Vermutlich haben die Nürnberger »Kleinmeister«, die Dürer nahestehenden Brüder Beham und G. Pencz, ihre Vorliebe für das kleine Format Altdorfer abgesehen; auf den frühen Stichen Sebald Behams (um 1520) sind jedenfalls auch zahlreiche motivische Abhängigkeiten festzustellen die zeitliche Einordnung der Stiche ist oft schwierig. Zum Verständnis von Altdorfers Persönlichkeit ist die Kenntnis der meisterhaften Blättchen unerläßlich. Ihre Thematik erstreckt sich auf Biblisches, Heiligenlegende, antike Mythologie, Allegorisches, Porträt und Ornament. Die nackte Frau mit Kratze und Haube, die sie als verheiratet kennzeichnet, würde man als Bathseba deuten, bildete sie nicht das Gegenstück zum sinnenden Baumeister (Bartsch 55). Also Allegorie eines weiblichen Genius? Die Zusammengehörigkeit der winzigen Blätter aber nicht zwingend.

Text: Hans Mielke in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 129, Kat. III.53 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)