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Das Rhinozeros

Ident. Nr.: 4674-1877

ObjID: obj:1042844

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Albrecht Dürer (1471 - 1528),
Inventor*in
Ausführung: Willem Janszoon Blaeu (1571–1638),
Verleger*in
Datierung
Entwurf: 1515 (Linienplatte)
Herstellung: 1620 (Tonplatte, Abzug)
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Das Rhinozeros
Das Rhinocerus
Provenienz
Alexander Emil Posonyi (1838-1899),
1867
Kauf: Anatole Auguste Hulot (1811-1891),
1867–1877
Abmessungen
Blattmaß: 21,3 x 29,9 cm
Erwerbung
1877 von Anatole Auguste Hulot, Paris, angekauft

Objektbeschreibung

Albrecht Dürers Rhinozeros wurde unzählige Male gedruckt. 100 Jahre nach Herstellung des Stocks ergänzte Blaeu das Motiv mit einer Tonplatte zu einem Chiaroscuro-Druck. Der ursprüngliche Stock zeigt Abnutzungsspuren: beschädigte Randlinien, einen horizontalen Riss durch die Beine.

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

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Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.