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Entwurf für einen Flügelaltar mit der Beweinung Christi

Ident. Nr.: KdZ 387

ObjID: obj:1045771

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Lucas Cranach (der Ältere) (1472-1553),
Zeichner*in
Unbekannt,
Papierherstellung
Datierung
Herstellung: 1520
Herstellung des Papiers: zwischen 1505 und 1513
Weitere Titel
Sammlungstitel: Entwurf für einen Flügelaltar mit der Beweinung Christi
Entwurf für ein Altarretabel mit der Beweinung Christi auf der Mitteltafel und beweglichen Flügeln
Material / Technik
Mitteltafel (mittleres Papierstück): Feder in Braun, braungrau und grau laviert, Pinsel in Schwarz, über Spuren einer Zeichnung mit schwarzem Stift, Zierleiste der Einrahmung mit Feder in Braun, braungrau laviert, gelblich aquarelliert, an allen vier Ecken konstruierende Einstichlöcher Leere Seitentafeln und untere Gesprengezone (mittleres Papierteil): Feder in Braun, braungrau laviert, gelblich aquarelliert, konstruierende Einstichlöcher Gesprenge (oberes Papierstück): Feder in Braun, grau laviert, über Zeichnung mit schwarzem Stift Predella (unteres Papierstück): Feder in Grauschwarz, grau laviert, gelblich aquarelliert, über Spuren einer Zeichnung mit schwarzem Stift, konstruierende Einstichlöcher Seitenflügel links a, recto (Marcus): Feder in Braun, grau laviert, Pinsel in Schwarz, über Zeichnung mit schwarzem Stift, Rahmung mit Feder in Braun und Grauschwarz, grau laviert, gelblich aquarelliert; verso (Titus): Feder in Braun, grau laviert, Pinsel in Schwarz, über Zeichnung mit schwarzem Stift, Rahmung mit Feder in Grauschwarz, gelblich aquarelliert, konstruierende Einstichlöcher Seitenflügel links b, recto (Petrus): Feder in Braun, grau laviert, Feder in Schwarz, über Zeichnung mit schwarzem Stift, Rahmung mit Feder in Grauschwarz, grau laviert, gelblich aquarelliert, konstruierende Einstichlöcher; verso (Andreas): Feder in Braun, grau laviert, Pinsel in Schwarz, über Zeichnungen mit schwarzem Stift, Rahmung mit Feder in Grauschwarz, grau laviert, gelblich aquarelliert, Weißkorrektur mit Deckweiß im oberen Rahmenschenkel Seitenflügel rechts a, recto (Barnabas): Feder in Braun, grau laviert, Pinsel in Schwarz, über Zeichnung mit schwarzem Stift, Rahmung mit Feder in Braun und Grauschwarz, grau laviert, gelblich aquarelliert; verso (Timotheus): Feder in Braun, grau laviert, Pinsel in Schwarz, über Zeichnung mit schwarzem Stift, Rahmung mit Feder in Grauschwarz, gelblich aquarelliert, konstruierende Einstichlöcher Seitenflügel rechts b fehlt auf sechs Teilen handgeschöpftem Papier (vergé)
Abmessungen
Blattmaß: 39,8 x 24,7 cm (Gesamtmaß der an den Rändern überlappend miteinander verklebten drei Blätter des oberen, mittleren und unteren Teils)
Blattmaß: 8,8 x 24,7 cm (unteres Blatt)
Andere: Kettlinienintervalle: [.]-31-30-[.] mm (unteres Blatt)
Andere: Rippliniendichte: 11/10 mm (unteres Blatt)
Blattmaß: 20,1 x 24,7 cm (mittleres Blatt)
Andere: Kettlinienintervalle: [.]-30-31-30-31-31-32-[.] mm (mittleres Blatt)
Andere: Rippliniendichte: 11/10 mm (mittleres Blatt)
Wasserzeichenmaß: 173 x 52 mm (mittleres Blatt)
Blattmaß: 10,8 x 24,6 cm (oberes Blatt)
Andere: Kettlinienintervalle: [.]-32-31-[.] mm (oberes Blatt)
Andere: Rippliniendichte: 11/10 mm (oberes Blatt)
Blattmaß: 15,5 x 5,7 cm (Seitenflügel a)
Andere: Kettlinienintervalle: nicht identifizierbar (Seitenflügel a)
Andere: Rippliniendichte: nicht identifizierbar (Seitenflügel a)
Blattmaß: 15,8 x 5,7 cm (Seitenflügel b)
Andere: Kettlinienintervalle: [.]-31-31-30-31-[.] mm (Seitenflügel b)
Andere: Rippliniendichte: 10/10 mm (Seitenflügel b)
Blattmaß: 15,7 x 5,7 cm (Seitenflügel c)
Andere: Rippliniendichte: nicht identifizierbar (Seitenflügel c)
Andere: Kettlinienintervalle: nicht identifizierbar (Seitenflügel c)

Letzte Aktualisierung: 20.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Der Petersfriedhof in Salzburg

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Zwei mehrwöchige Salzburger Aufenthalte wurden für Ferdinand Olivier in den Jahren 1815 und 1817 zum künstlerischen Schlüsselerlebnis. Wie auch die anderen deutschen Maler seines Wiener Umkreises, die in diesen Jahren die Landschaft des Salzkammergutes entdeckten, fand er hier zu seiner gültigen Landschaftsauffassung. In zahlreichen, zum Teil erst nach seiner Rückkehr in Wien ausgeführten Blättern verbindet er die Motive der Stadt und der Bergwelt zu kunstvollen Kompositionen, Höhepunkte seiner Zeichenkunst.Schon beim ersten Aufenthalt faszinierte ihn der Petersfriedhof, häufiges Motiv bei der romantischen Entdeckung Salzburgs. Er stellte ihn mehrfach in ganz verschiedenen Jahr 1816 datiert eine Bleistiftzeichnung von seiner Hand (Kupferstichkabinett, Dresden; Ludwig Grote: Die Brüder Olivier und die deutsche Romantik, Berlin 1938, Abb. 136), die er mit geringen Unterschieden zweimal wiederholt: durch eine Bleistift- und Rötelzeichnung (Staatliche Galerie, Dessau) und die vorliegende Federzeichnung. Sie wird als unmittelbare Vorarbeit für die Lithographie des Sonnabend-Blattes der Folge »Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden, geordnet nach sieben Tagen der Woche« gedient haben (vgl. Grote 1938, Abb. 137). Die Resonanz, die seine Zeichnungen von Salzburg und Folge von Lithographien in Wien auszuführen. Sie erschien 1823. Die Ansicht zeigt den Petersfriedhof mit dem Blick auf die frühbarocke Arkaden-Reihe und die sich darüber erhebende Nagelfluh-Wand zwischen Mönchsberg und Festungsberg mit der Maximin- und Gertrauden-Kapelle sowie den frühchristlichen Katakomben. Rechts erhebt sich die spätgotische Margarethen-Kapelle. Der Friedhof mit seinen Gräbern und Kreuzen, die Kapellen, schließlich der Begräbniszug im Hintergrund entlang der Arkaden: das alles sind neben der Freude am Motiv auch Aufforderungen des romantischen Künstlers, der Vergänglichkeit des Menschen stets gegenwärtig zu sein.Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 369, Nr. VII.15 (mit weiterer Literatur)