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Ritter, Tod und Teufel

Ident. Nr.: 4573-1877

ObjID: obj:1046688

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Albrecht Dürer (1471 - 1528),
Stecher*in
Datierung
Herstellung: 1513
Weitere Titel
Sammlungstitel: Ritter, Tod und Teufel
Drei Reiter
Geografische Bezüge
Nürnberg,
Stadt
Provenienz
Alexander Emil Posonyi (1838-1899),
1867
Kauf: Anatole Auguste Hulot (1811-1891),
1867–1877
Material / Technik
Kupferstich
Abmessungen
Blattmaß: 24,5 x 19,1 cm
Plattenrand: cm gleich Blattmaß

Objektbeschreibung

Erster der drei sogen. "Meisterstiche" Dürers; 1514 folgten "Melancholie" und "Hieronymus im Gehäus".
Von Dürer im Tagebuch der niederländischen Reise der "Reuther" genannt. Unbeirrt vom Tod, der in weißem Hemd auf jämmerlichem Pferd, gekrönt und mit Schlangen ums halb verweste Haupt, mit einem empor gehaltenen Stundenglas schrecken will, und ebenso unbeirrt von einem schweinsköpfig-phantastischen Teufel reitet der gerüstete fromme Mensch, begleitet von seinem Hund (Symbol unermüdlichen Strebens) durch felsiges, "finsteres Tal" seinem fernen Ziel ruhig entgegen, einer hoch im Licht liegenden "himmlischen" Burg, zu der sich ein schmaler, steiler Pfad emporwindet. "Gemeint ist eben der Christ, für den das Leben ein Kriegsdienst ist und der, gewappnet mit dem Glauben, sich nicht fürchtet vor Teufel und Tod" (Wölfflin). Bereits von Sandrart richtig als der christliche Ritter gedeutet. Der Reiter füllt das Blatt in voller Breite und fast in ganzer Höhe. Dem Pferd liegen konstruierte Proportionsstudien zugrunde, seine Gangart weist auf Leonardos Sforza-Monument als Vorbild. Zum Stich ist keine die Gesamtkomposition vorbereitende Zeichnung bekannt, nur Einzelstudien.

Text: Hans Mielke in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 115f., Kat. III.36 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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