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Vorzeichnung zum Passions-Triptychon von Leipzig-Stötteritz

Ident. Nr.: KdZ 1031

ObjID: obj:1046935

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Wilhelm Pleydenwurff (um 1460),
Zeichner*in
andere Zuschreibung: Meister des Stötteritzer Altars (1480),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1470 - 1475
Abmessungen
Höhe x Breite: 21 x 31,5 cm

Objektbeschreibung

Mit sicheren Federstrichen wird die Komposition eines spätgotischen Flügelaltars skizziert, der in Stötteritz bei Leipzig erhalten ist: in der Mitte die Trauernden unterm Kreuz, links Christus am Ölberg betend zwischen schlafenden Jüngern vorn und Häschern in der Ferne, rechts Auferstehung Christi mit den schlafenden Wächtern. Die Zeichnung wurde ehemals Schongauer zugeschrieben; Winkler erkannte ihre Herkunft aus der Nürnberger Schule um Pleydenwurff und Wolgemut, d.h. sie spiegelt den Stil der Lehrergeneration Dürers. Besondere Bedeutung hat das Blatt als früheste bekannte Entwurfsskizze für einen Altar.

Text: Hans Mielke in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 101, Kat. III.17 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)