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Festung auf einem Berg (Welsch Schloss)

Ident. Nr.: KdZ 24622

ObjID: obj:1049157

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Albrecht Dürer (1471 - 1528),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1494 oder 1495-1500
Weitere Titel
Sammlungstitel: Festung auf einem Berg (Welsch Schloss)
Burg Segonzano
Provenienz
Josef Grünling (1785-1845),
166395
Abmessungen
Blattmaß: 19,3 x 13,9 cm

Objektbeschreibung

Albrecht Dürer war ein reisefreudiger Mann. Bald nach der Rückkehr von seiner Gesellenwanderung und seiner anschließenden Hochzeit mit Agnes Frey in Nürnberg brach er zu einer neuen Reise Richtung Süden auf. Sie trug ihn über die Alpen ins Italienische. Auf dem Weg hielt er einige bemerkenswerte Gebäude und Geländekonstellationen im Aquarell fest, darunter das Welsch Schloss, das „italienische“ oder vielleicht besser „südländische“ Schloss. Da Dürers Bemerkung zur Lokalität der Darstellung ziemlich lapidar ausfiel, hat sich die Forschung lange bemüht, den konkreten Ort zu ermitteln. Einig war man sich recht rasch, dass er noch relativ nah an der Südseite des Alpenhauptkammes liegen müsse, in Südtirol oder im Trentino. Vorgeschlagen wurde zunächst die Burg Kastelbell im Vintschgau. Dann aber erkannte man in dem Schloss die Burg Segonzano im Val di Cembra, die auch auf einer verschollenen Zeichnung aus der Bremer Kunsthalle dargestellt ist. Auch sein Aquarell Welsch Pirg lässt sich in der Region lokalisieren.
Der Weg durch das Val di Cembra war beschwerlich und lag etwas abseits der Hauptroute durch das Etschtal nach Süden. Warum Dürer diese Mühe auf sich nahm, ist nicht überliefert. Anzelewsky vermutete ein Hochwasser des Flusses als Umleitungsgrund. Zudem machten französische Truppen Karls VIII. die Straßen Norditaliens unsicher.

Text: Michael Roth, in: Wir suchen das Weite. Reisebilder von Albrecht Dürer bis Olafur Eliasson im Kupferstichkabinett, hg. von Hein-Th. Schulze Altcappenberg und Ina Dinter, Berlin 2016, S. 64


Albrecht Dürer was a man who enjoyed traveling. Soon after returning from his journeyman’s travels and his subsequent marriage to Agnes Frey in Nuremberg, he began a new journey to the south, across the Alps towards Italy. Along the way, he captured several notable buildings and landscapes in watercolor, including this Italian, or rather “Southern” castle. Since Dürer’s comments on the locality of the representation were quite rudimentary, researchers have long been trying to establish the concrete location. There was soon a consensus that it must lie relatively close to the southern side of the main chain of the Alps, in South Tyrol or Trentino. A first suggestion was Castelbello Castle in Vinschgau. Later the castle was identified as Castle Segonzano in Val di Cembra, which is also represented in a lost drawing from the collection of Kunsthalle Bremen. The location of his watercolor Welsch Pirg can also be traced to this region.
The route through Val di Cembra was difficult and somewhat off the main route through the Etschtal to the south, and it is unknown why Dürer subjected himself to this hardship. Anzelewsky presumes a flooding of the river as reason for the detour. In addition, French troops of Charles VIII made the roads of Northern Italy insecure.

Text: Michael Roth, in: We’re off then. Travel Pictures from Albrecht Dürer to Olafur Eliasson in the Kupferstichkabinett, published by Hein-Th. Schulze Altcappenberg and Ina Dinter, Berlin 2016, p. 64

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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