Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Herstellung: um 1535Herstellung des Papiers: 1534 - 1549
- Systematik/Art
- Provenienz
- Nachlass W. A. Blenz (- 1844),
1844 - Material / Technik
- Feder in Schwarz, violettgrau laviert, partielle Ergänzung mit Feder in Braun, über Zeichnung mit schwarzem Stift und mit Pinsel in Grau, auf handgeschöpftem Papier (vergé), verso Federproben und Kopfskizze mit Feder in Braun und Schwarz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 32,5 x 21,1 cmAndere: Kettlinienintervalle: [.]-25-26-26-26-26-25-25-[.] mmAndere: Rippliniendichte: 11/10 mmWasserzeichenmaß: 38 x 50 mm
- Erwerbung
- 1844 von W. A. Blenz, Berlin, erworben
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1050815
Objektbeschreibung
Zentral steht Christus in dieser wohl in schwarzer Rußtusche
über schwarzem Stift sowie über Pinsel in Grau ausgearbeiteten Zeichnung mit
der Siegesfahne als Auferstandener auf dem offenen Grab. Im Vordergrund ist
eine Gruppe schlafender oder soeben erwachter Soldaten vorgestellt. Im
Hintergrund ist ein weiterer geöffneter Grabhügel erkennbar. Christus führt
dort Menschen hinaus, während weitere Figuren aus Gräbern steigen. Darüber sind
weitere phantastische hybride Dämonen-Gestalten erkennbar.
Details an der Kleidung des sich wegduckenden Soldaten am
unteren Bildrand sowie das Gesicht von Christus wurden mit Feder in Braun
ergänzt. Vermutlich bestand zum Zeitpunkt der Entstehung der Zeichnung noch
kein so deutlich wahrnehmbarer Farbkontrast zwischen den beiden Zeichenmitteln.
Der Farbunterschied entwickelte sich vermutlich erst im Laufe der Alterung.
Weshalb ein so zentrales und gleichzeitig ein so belangloses Detail mit einer
abweichenden Tinte gezeichnet wurden, lässt sich nicht abschließend beantworten.
Möglicherweise deuten die unterschiedlichen Medien auf zwei verschiedene Hände.
Auch ist ein Qualitätsunterschied in den schematisch
erscheinenden Figuren des Vordergrunds gegenüber der lockeren Zeichnung im
rechten Hintergrund erkennbar. Ob auch hier zwei verschiedene Hände tätig
waren, muss ebenfalls offenbleiben.
Vor dem Hintergrund der heterogenen Qualität der Zeichnung
ist eine Zuschreibung an die Werkstatt Cranach d. Ä. aber auch eine Beteiligung
Cranach d. J. denkbar.
[Georg Josef Dietz, Mailena Mallach und Rahel Müller im
Rahmen des Cranach-Forschungsprojekts, April 2026]
Letzte Aktualisierung: 02.10.2026
Kontakt
Einrichtung:
Kupferstichkabinett
E-Mail:
kk@smb.spk-berlin.de