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Initiale D mit Geburt des Johannes

Ident. Nr.: Min 4214

ObjID: obj:1051993

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Unbekannt,
Maler*in
Datierung
Herstellung: 1500/1525
Material / Technik
Deckfarben auf Pergament
Abmessungen
Höhe x Breite: 17 x 16,8 cm

Objektbeschreibung

Von einer großen Zahl aus Chorbüchern ausgeschnittenen Initialen, die dem in den Jahrzehnten um und nach 1500 in der Lombardei tätigen Miniaturisten zugewiesen werden, sind einige mit B. F. (oder B.) signiert. Die Identifizierung des Künstlers wird kontrovers beurteilt. Wescher möchte in ihm Francesco Binasco erkennen und die Signatur als >Binasco fecit< auflösen.
Kennzeichnend sind die ausgeprägte Zeichenweise mit eigenartig wulstig gebrochenen Falten und die in feinsten Kräuselungen auslaufende Haarbehandlung. Vor allem in den Gesichtern ist der in Mailand allgegenwärtige leonardeske Einfluß spürbar.

Eine ähnlich, etwas schlichter gebildete Initiale D umschließt die Szene der Geburt Johannes des Täufers, zu dessen Fest (24. Juni) sie den Introitus einleitet: De ventre matris meae vocavit me Dominus nomine meo (im Schöße meiner Mutter schon rief mich der Herr bei meinem Namen, Is. 49,1). In der perspektivischen Anordnung des Raumes, in dem das Lager der hl. Elisabeth steht, mit Dienerinnen, die Speisen herbeibringen und das gewickelte Kind dem Zacharias zeigen, ist eine Wochenstube der Renaissance geschildert.

Text: Frauke Steenbock in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 58f., Kat. I.13 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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