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Ungleiches Liebespaar mit Teufel und Amorknaben

Ident. Nr.: KdZ 4256

ObjID: obj:1053679

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Bernhard Strigel (um 1460 - 1528),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1503
Abmessungen
Höhe x Breite: 22,5 x 17,6 cm

Objektbeschreibung

Die lateinische Aufschrift läßt bei der Deutung der Darstellung keine Unklarheit: »lernt von mir, da ich schändlich bin und ganz verdorbenen Herzens«. Jeder der beiden sündig Liebenden, Mann oder Frau, könnte die Worte sprechen. Sie ist jung und schön und hält eine große Geldkatze in der Hand, die der lüsterne Alte ihr gegeben hat. Der Teufel umklammert beide von hinten, was sie aber anscheinend nicht bemerken; sie folgen dem munteren Winken des Amorknaben. - Das moralisierende Thema des »ungleichen Paares« war im frühen 16. Jahrhundert besonders häufig. Als Pendant zur vorliegenden Form gab es auch die alte Frau, die die Liebe eines Jünglings erkauft. - Die dunkle Grundierung des Papiers zeigt, daß man den Bildträger kostbarer erscheinen lassen wollte, als weißes Papier es ist. Die akribisch daraufgesetzte Zeichnung ist als selbständiges Kunstwerk gemeint.

Text: Hans Mielke in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 106, Kat. III.26 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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