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Christus am Ölberg

Ident. Nr.: KdZ 2129

ObjID: obj:1053740

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Meister der Domaltärchen Wien,
Zeichner*in
Werkstatt: Meister der St. Lambrechter Votivtafel (um 1420 - 1440),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1430
Systematik/Art
Material / Technik
Feder in Grau, aquarelliert
Abmessungen
Höhe x Breite: 19,9 x 11,9 cm
Erwerbung
1835 von Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, Berlin, erworben

Objektbeschreibung

Frühes Beispiel eines Aquarells, d.h. die Farben lassen den Papierton durchscheinen, während in der Buchmalerei deckende Farben benutzt wurden. Ein zugehöriges Blatt, ebenfalls beidseitig bezeichnet, zeigt die Auferstehung Christi und das Martyrium des hl. Achatius, der von vielen gespitzten Ästen durchbohrt ist. Vermutlich sind beide Blätter nicht als Einzelstücke gezeichnet worden, sondern waren Teil eines handgeschriebenen Buches, das sie illustrierten. Der offenbar aus Niederösterreich stammende Künstler hat auch das für St. Stephan in Wien gemalte "Domaltärchen" (heute Diözesanmuseum) geschaffen. Die sanft geschwungenen, auslaufenden Gewandfalten verraten das Nachwirken des "Weichen Stils". Wichtig waren dem Künstler allein die Figuren und ihre geistige Aussage, an Naturbeobachtung und wirklichkeitsgetreuer Wiedergabe bestand noch kein Interesse. Die Landschaft ist völlig schematisch, versatzstückhaft, dargestellt.

Text: Hans Mielke in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 91, Kat. III.1 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 09.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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