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Die große Kreuzigung

Ident. Nr.: 293-4

ObjID: obj:1053855

Details (Expert)

Beteiligte
Albrecht Altdorfer (ca. 1480 - 1538),
Stecher*in
Datierung
Herstellung: um 1515/1517
Material / Technik
Kupferstich
Abmessungen
Blattmaß: 14,5 x 9,9 cm

Objektbeschreibung

Dieses Hauptwerk des deutschen Kupferstichs der Dürerzeit zeigt Altdorfer im Vollbesitz der graphischen Möglichkeiten dieser Drucktechnik. Souverän nutzte er den Tiefdruck zur eindringlichen Schilderung der Kreuzigung Christi vor nachtschwarzem Himmel. Mit hell strahlendem Nimbus hängt Christus an einem hohen Kreuz, unter dem sich die Angehörigen und Freunde um die im Schmerz zusammengesunkene Maria sorgen. Von Johannes gestützt blickt Maria zu ihrem gekreuzigten Sohn hinauf. Hinter der traurigen Szene erstreckt sich ein weiter Landschaftsraum mit Felsenstadt und Burganlage alpinen Charakters.

(Text aus: Albrecht Altdorfer (um 1480–1538). Zeichnungen und Druckgraphik aus dem Kupferstichkabinett. Kabinett in der Gemäldegalerie. Kulturforum Potsdamer Platz, 22. November 2011 bis 19. Februar 2012)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)