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Kaiser Maximilian I. im Reisekleid zu Pferde

Ident. Nr.: KdZ 2509

ObjID: obj:1053892

Details (Expert)

Beteiligte
Hans Holbein (der Ältere) (ca. 1460 - ca. 1524),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1510 - 1513
Abmessungen
Höhe x Breite: 15,4 x 9,4 cm

Objektbeschreibung

»Der groß Kaiser Maximilian«, wie Holbein nachträglich auf das Skizzenblatt schrieb, beobachtet bei einem Ritt vermutlich durch die Straßen Augsburgs. Der Zeichner stand ein wenig erhöht, vielleicht im Fenster seines Hauses, und es ist anrührend, eine so authentische weil ganz unpretentiöse Momentaufnahme des viel verehrten Dürerkaisers zu sehen. Obwohl Maximilian durchaus Sinn für Feierlichkeit hatte und die Würde seiner Familie sehr ernst nahm, liebte er doch oft das schlichte Auftreten. Im Schweizer Krieg 1499, berichtet Götz von Berlichingen in seiner Lebensbeschreibung, hätte er den Kaiser nur an seiner großen Nase erkannt; denn bekleidet war er im Gegensatz zu seiner Umgebung nur mit einem fast ärmlichen Jagdgewand. Die edle Erscheinung des Kaisers, der im Turnier und auf der Jagd sich durch große Gewandtheit auszeichnete, regten die romantische Phantasie des Volkes stark an. Sein ständiger Geldmangel weckte wohl Spott und Mitleid, tat aber der Verehrung der Person keinen Abbruch.

Text: Hans Mielke in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 105, Kat. III.24 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)