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Christus in der Vorhölle

Ident. Nr.: KdZ 505

ObjID: obj:1054956

Details (Expert)

Beteiligte
Zuschreibung unsicher: Lucas Cranach (der Jüngere) (1515-1586),
Zeichner*in
frühere Zuschreibung: Lucas Cranach (der Ältere) (1472-1553),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1520
Abweichende Datierung: 1540
Systematik/Art
Provenienz
Matthäus Merian der Jüngere (1621-1687),
798273
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg und Herzog in Preußen (1620-1688),
1688
Friedrich Wilhelm I. König von Preußen (1688-1740),
174976
Königliche Bibliothek ,
ca. 1780-1814
Überweisung: Königliche Akademie der Künste zu Berlin,
1814-1831
Abmessungen
Blattmaß: 26,8 x 18,1 cm
Andere: Kettlinienintervalle: [.]-26-25-26-25-25-26-[.] mm
Andere: Rippliniendichte: 10/10 mm
Erwerbung
Alter Bestand, vermutlich von Kurfürst Friedrich Wilhelm (1620-1688) erworben, 1831 von der Königlichen Akademie der Künste an das neu gegründete Kupferstichkabinett überwiesen

Letzte Aktualisierung: 06.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.