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Ident. Nr.: IV Ca 43770

ObjID: obj:105497

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Bicromo en zonas (500 v.Chr. - 500 n.Chr.)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Filadelfia,
Kanton
Nicoya,
Stadt
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 12,95 x 15,1 x 15,1 cm
Durchmesser: (Schale) 11,8 cm
Wandstärke: 0,6 cm (am Boden)

Objektbeschreibung

Dreibeiniges, rundbodiges Gefäß mit hoher, einziehender Wand. Das Objekt besitzt einen auskragenden Rand mit abgeflachter Lippe. An ihr befindet sich ein umlaufendes, randständiges Kerbenband. Die hohlen, konischen Beine haben zwei schmale, vertikale Öffnungen und Rasselkugeln. Am Halsansatz befindet sich eine umlaufende, gekerbte Wulst. Die Keramik wurde beidseitig geglättet und geschlämmt. Ihre Außenseite ist grundiert, bemalt und leicht poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Das Objekt besitzt eine geklebte Bruchstelle.

Die Keramik besitzt eine rote Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes schwarz bemalt ist. Unterhalb des Randes befindet sich eine umlaufende Linie, von der schwarze Dreiecke herabhängen. Die hohe Wand wird durch dreieckige Felder verziert, die Kreuzgitterstrukturen aufweisen. Am Boden des Gefäßes kreuzen sich zwei schwarze Bänder. Die Beine werden durch schwarze Linien dekoriert. Das Objektinnere blieb unverziert. Nach Lothrop 1926: Nicoya black line ware. Nach Lehmann 1913: El Viejo-Stil.

Kulturelle Bedeutung: der Typ tritt auch in der Cordillera de Guanacaste und in der Region Atlántico Norte auf. Er wurde sowohl in Bestattungen als auch in Haushaltskontexten dokumentiert.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.