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Zwei liegende Löwen

Ident. Nr.: KdZ 33 verso

ObjID: obj:1055028

Details (Expert)

Datierung
Herstellung: 1521
Provenienz
Unbekannter Sammler,
328503
Antoine-François Andréossy (1761-1828),
158439
Ambroise Firmin-Didot (1790-1876),
1877
Abmessungen
Blattmaß: 12,2 x 17,3 cm
Erwerbung
1877 Ankauf von G.H. Gutekunst, Stuttgart, aus der Sammlung von Ambroise Firmin-Didot

Objektbeschreibung

Zu den berühmtesten zeichnerischen Dokumenten von Dürers niederländischer Reise Juli 1520-Juli 1521 gehört das Skizzenbuch - »mein büchlein« nennt es Dürer im Reisetagebuch - dessen Blätter mit weißer Grundierung überzogen waren, so daß der Künstler mit einem Silberstift -»mit den stefft« - in ihm zeichnete. Diese aus dem Mittelalter stammende Technik ergab ein zartes, präzises Strichbild und erforderte große Sicherheit der Hand, da keine Korrektur möglich war. Das Büchlein ist heute aufgelöst und auf verschiedene Sammlungen verteilt, und es gehört zu den reizvollen, jedoch nicht vollständig zu lösenden Problemen der Kunstwissenschaft, die ursprüngliche Reihenfolge der Blätter im Skizzenbuch zu rekonstruieren. Die Löwen muß Dürer während seines Ausflugs nach Gent im April 1521 gezeichnet haben: »Darnach sähe ich die Loben und conterfeyt einen mit dem stefft«. Wenn wir Dürers Worte genau nehmen, zeigt das Blatt also zwei Ansichten desselben Tieres. Die Albertina besitzt gleichfalls die Silberstiftzeichnung eines Löwen mit der Aufschrift »zugent«.

Text: Hans Mielke in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 119, Kat. III.39 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 06.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Zwei mehrwöchige Salzburger Aufenthalte wurden für Ferdinand Olivier in den Jahren 1815 und 1817 zum künstlerischen Schlüsselerlebnis. Wie auch die anderen deutschen Maler seines Wiener Umkreises, die in diesen Jahren die Landschaft des Salzkammergutes entdeckten, fand er hier zu seiner gültigen Landschaftsauffassung. In zahlreichen, zum Teil erst nach seiner Rückkehr in Wien ausgeführten Blättern verbindet er die Motive der Stadt und der Bergwelt zu kunstvollen Kompositionen, Höhepunkte seiner Zeichenkunst.Schon beim ersten Aufenthalt faszinierte ihn der Petersfriedhof, häufiges Motiv bei der romantischen Entdeckung Salzburgs. Er stellte ihn mehrfach in ganz verschiedenen Jahr 1816 datiert eine Bleistiftzeichnung von seiner Hand (Kupferstichkabinett, Dresden; Ludwig Grote: Die Brüder Olivier und die deutsche Romantik, Berlin 1938, Abb. 136), die er mit geringen Unterschieden zweimal wiederholt: durch eine Bleistift- und Rötelzeichnung (Staatliche Galerie, Dessau) und die vorliegende Federzeichnung. Sie wird als unmittelbare Vorarbeit für die Lithographie des Sonnabend-Blattes der Folge »Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden, geordnet nach sieben Tagen der Woche« gedient haben (vgl. Grote 1938, Abb. 137). Die Resonanz, die seine Zeichnungen von Salzburg und Folge von Lithographien in Wien auszuführen. Sie erschien 1823. Die Ansicht zeigt den Petersfriedhof mit dem Blick auf die frühbarocke Arkaden-Reihe und die sich darüber erhebende Nagelfluh-Wand zwischen Mönchsberg und Festungsberg mit der Maximin- und Gertrauden-Kapelle sowie den frühchristlichen Katakomben. Rechts erhebt sich die spätgotische Margarethen-Kapelle. Der Friedhof mit seinen Gräbern und Kreuzen, die Kapellen, schließlich der Begräbniszug im Hintergrund entlang der Arkaden: das alles sind neben der Freude am Motiv auch Aufforderungen des romantischen Künstlers, der Vergänglichkeit des Menschen stets gegenwärtig zu sein.Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 369, Nr. VII.15 (mit weiterer Literatur)