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Ident. Nr.: IV Ca 43784

ObjID: obj:105511

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Bicromo en zonas (500 v.Chr. - 500 n.Chr.)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Filadelfia,
Kanton
Nicoya,
Stadt
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Höhe: 9,5 cm
Durchmesser: (Objekt) 13 cm
Durchmesser: (Körper) 10,4 cm
Mündung: 7 cm
Wandstärke: 0,8 cm

Objektbeschreibung

Dreibeinige, rundbodige Schale mit hoher, einziehender Wand und wulstförmig verstärktem Rand. Die gedrungenen, konischen Beine besitzen kleine, runde Öffnungen und Rasselkugeln. Das Objekt wurde beidseitig geglättet und geschlämmt. Seine Außenseite ist grundiert, bemalt und leicht poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. An den Beinansätzen befinden sich mehrere geklebte Bruchstellen.

Die Keramik besitzt eine rote Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes schwarz bemalt wurde. Unterhalb des Randes befindet sich eine breite, umlaufende Linie. An der Wand erscheint ein umlaufender Fries, der aus mehreren Bildfeldern besteht. Sie zeigen schräge Linienbündel und Strichlinien. Am Boden befinden sich drei vertikale Linienfelder. Die Beine werden durch schräge Linienbündel verziert. Das Objektinnere blieb unverziert. Nach Lothrop 1926: Nicoya black line ware. Nach Lehmann 1913: El Viejo-Stil.

Kulturelle Bedeutung: der Typ tritt auch in der Cordillera de Guanacaste und in der Region Atlántico Norte auf. Er wurde sowohl in Bestattungen als auch in Haushaltskontexten dokumentiert.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.