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Skizzenblatt mit Landschaftsstudien

Ident. Nr.: KdZ 66

ObjID: obj:1058166

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Hans Baldung (1484/85 - 1545),
Zeichner*in
frühere Zuschreibung: Albrecht Dürer (1471 - 1528),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1514
Abmessungen
Höhe x Breite: 20,4 x 15,1 cm

Objektbeschreibung

Hans Baldung genannt Grien, der zwischen 1503 und 1507 in Dürers Werkstatt arbeitete, ist der bedeutendste Renaissancekünstler des Elsaß und einer der eindrucksvollsten und rätselhaftesten deutschen Künstler des Jahrhunderts. Seine Eigenwilligkeit und die seelischen Spannungen, die das Œuvre des genauen Zeitgenossen Luthers zum Ausdruck bringt, können ins Allgemeine gehoben als Ausprägungen der Gegensätze des Zeitalters verstanden werden.
Landschaftsstudien sind im Werk des Künstlers, der ganz von den Regungen des menschlichen Geistes gefangen war, eine Seltenheit. So ist es verständlich, daß früher eine Zuschreibung unseres Blattes an Dürer erwogen wurde, der erste Name, an den man bei farbigen Landschaftsstudien denkt. Die Autorschaft Baldungs wird aber neben der zeichnerischen Handschrift schließlich durch die Lokalisierung der gezeigten Burgen im Elsässischen bestätigt. Auch ist die Farbigkeit Baldungs gegenüber Dürers gefeierten Aquarellen von ganz anderer Art. Sie versucht nicht die tatsächlichen Farben im Bild wiederzugeben, sondern die leichte Kolorierung evoziert vielmehr nur eine farbige Wirkung.
Es handelt sich offenbar um das Blatt eines übrigens recht großen Skizzenbuches, das auf Ausflügen und Reisen mit Federskizzen gefüllt wurde, denen zu Hause der farbige Pinsel Leben einhauchte.

Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 119f., Kat. III.41 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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