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Knochenschürze, Bestandteil eines Ritualkostüms

Ident. Nr.: I 9908

ObjID: obj:1059317

Details (Expert)

Datierung
19. Jh.
Geografische Bezüge
Indien,
Land
Material / Technik
Knochen mit Schnitzerei
Abmessungen
Objektmaß: 77 x 52 x 4 cm
Gewicht: 1,9 kg
Erwerbung
Kauf von Umlauff, Hamburg 1913

Objektbeschreibung

Diese aus Knochen angefertigte Schürze ist Teil des Kostüms einer zornvollen Figur bei rituellen Tänzen (Cham-Tanz). Sie wird meistens von Yama getragen, dem Herrscher des Totenreichs. Nur Mönchen, die durch intensive Meditation die Erkenntnis der Gleichgültigkeit zwischen Gut und Böse erlangt haben, durften Ornamente aus menschlichen Knochen bei hohen tantrischen Initiationen und Riten tragen.
Cham Tänze („Göttertanz“) sind von Musik begleitete Maskentänze. Sie werden sowohl im Bön als auch von tibetischen Buddhisten aufgeführt. Das klösterliche Mysterienspiel symbolisiert den Sieg des Buddhismus über die dunklen Aspekte des Daseins.

Cham-Tanz - Maskentanzrituale
Cham Tänze sind von Musik begleitete Maskentänze, die in allen Himalaya-Regionen sowohl im Bön als auch von tibetischen Buddhisten aufgeführt werden. Das klösterliche Mysterienspiel symbolisiert den Sieg des Buddhismus über die dunklen Aspekte des Daseins, bzw. die Vernichtung des Bösen. Sie werden in der Regel von Mönchen aufgeführt, die sich durch Fasten, Meditation und Visualisierung von Gottheiten auf ihre Rolle vorbereiten. Getanzt wird mit farbenprächtigen Brokatgewändern und großen Masken.
SM8HF

Letzte Aktualisierung: 11.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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