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Christus erweckt die Tochter des Jairus

Ident. Nr.: SZ Overbeck 237

ObjID: obj:1062467

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Friedrich Overbeck (1789 - 1869),
Zeichner*in
Jesus Christus,
Erwähnte/Dargestellte Person
Datierung
Herstellung: 1815
Provenienz
Nationalgalerie, Sammlung der Zeichnungen,
bis 1992
Abmessungen
Blattmaß: 30,7 x 37,3 cm

Objektbeschreibung

Friedrich Overbeck war 1810 mit seinem Freunde Franz Pforr, mit dem er 1809 in Wien den »Lukasbund« gegründet hatte, nach Rom gekommen. Dessen Idealen folgend, war sein Streben ganz darauf gerichtet, Leben und Kunst in den Dienst christlichen Glaubens zu stellen. So ist sein Werk auch stark von biblischen Themen bestimmt. Er hatte schon 1811 eine »Folge von Darstellungen aus dem Leben Jesu von seiner Geburt bis zu seiner Himmelfahrt in 36 Blättern, und zwar zum Gebrauch für Schulen« geplant. Sicherlich läßt sich die pädagogisch absichtsvolle Weise, mit der er das Wunder der Auferweckung der schon toten 12jährigen Tochter des Synagogenvorstehers Jairus darstellt, in diesen Zusammenhang stellen. Die Evangelisten Markus (5,22-23; 35-43) und Lukas (8,40-42; 49-56) schildern die Szene, die Overbeck ganz im Sinne der lebensverheißenden Gewißheit »Sei ohne Furcht, glaube nur«, interpretiert.
Alles in Inhalt, Komposition und Ausführung unseres Blattes entspricht nazarenischen Kunstvorstellungen, so wie sie sich im Kreis um Overbeck in Rom ausgebildet hatten und für die meisten seiner Freunde und Schüler gültig blieben, am längsten in Overbecks allmählich erstarrendem Spätwerk. In milder Ruhe und gemessener Gruppierung verharren die Figuren, in fester Modellierung klar und linear umrissen und - selten in Overbecks Zeichnungen - durchsichtig koloriert.

Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 370f., Nr. VII.17 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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