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Zwei anbetende Könige

Ident. Nr.: 367

ObjID: obj:1065002

Details (Expert)

Datierung
Datierung: um 1430
Systematik/Art
Material / Technik
Gebrannter Ton
Abmessungen
Breite x Höhe: 70,5 x 35,5 cm (Wandplatte)
Gewicht: 6,05 kg (gesamt alle Teile mit Platte)
Höhe x Breite x Tiefe: 13,5 x 10 x 10 cm Kopf des stehenden Königs
Gewicht: 664 g (Kopf des stehenden Königs)
Höhe x Breite x Tiefe: 13,5 x 10 x 10 cm (Kopf des knienden Königs)
Gewicht: 680 g (Kopf des knienden Königs)
Länge x Breite x Höhe: 38 x 16 x 24 cm Korpus des knienden Königs
Gewicht: 4523 g (Korpus des knienden Königs)

Objektbeschreibung

Die erhaltenen Fragmente, neben den beiden Köpfen eine größere Rumpfpartie und mehrere kleinere Stücke, gehörten zu einer 1945 weitgehend zerstörten Gruppe der beiden älteren Könige einer Anbetung Christi. Die Gruppe umfasste ursprünglich noch den dritten und jüngsten König, der links außen gestanden hat, sowie das Objekt der Anbetung – das Christuskind entweder in der Krippe oder auf dem Schoß Marias. Bereits beim Erwerb waren die beiden Figuren nicht mehr vollständig, sondern nach einer früheren Beschädigung wieder zusammengesetzt und einzelne Partien ergänzt worden.

(Auszug aus: Tobias Kunz, Bildwerke nördlich der Alpen und im Alpenraum 1380 bis 1440. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung, Petersberg, Michael Imhof Verlag 2019)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.