Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1947
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Porträtskizze Manja BehrensÜbersetzung: Sketched Portrait of Manja Behrens
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 114,5 x 68 cm
- Erwerbung
- 2006 Schenkung aus dem Nachlass von Manja Behrens von Appen
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065632
Objektbeschreibung
Manja (tschechisch Máňa) Behrens (1914–2003) war die Tochter einer Schauspielerin am Nationaltheater in Prag. Sie übernahm 1935 in Dresden zum ersten Mal selbst eine größere Rolle und spielte 1936 erstmals in einem Film („Stärker als Paragraphen“, Regie: Jürgen von Alten). Sie trat unter anderem in Berlin und Hamburg auf und arbeitete ab 1945 vor allem in Dresden, wo von Appen 1945–1954 als Bühnenbildner tätig war. Als er ans Berliner Ensemble berufen wurde, ging Behrens mit ihm in die Hauptstadt; das Paar heiratete 1958. Behrens spielte in Stücken aus allen Epochen, von William Shakespeare, Molière, Friedrich Schiller, Gerhart Hauptmann, Friedrich Dürrenmatt oder Hedda Zinner. In Berlin trat sie in den Jahren 1967 bis 1991 im Maxim-Gorki-Theater, der Volksbühne und im Film auf („Sonnensucher“, Regie: Konrad Wolf, 1957/1958). Von der Filmindustrie der DDR wurde sie ausgeschlossen, als bekannt wurde, dass sie die Geliebte des NSDAP-Funktionärs Martin Bormann gewesen war. Ihrem Ehemann – KPD-Mitglied seit 1932 und SED-Mitglied seit 1946 – schadete die Verbindung zu ihr offenbar nicht: Er wurde 1960 zum Professor ernannt, 1961 zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste berufen und war 1969 für die Gesamtausstattung der Festveranstaltung zum 20. Jahrestag der DDR verantwortlich. Von Appen malte Behrens naturgetreu, die Gesichtszüge in diesem unvollendeten Porträt zeigen eine starke Ähnlichkeit mit Fotografien aus der Zeit. | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de