Logo

Ident. Nr.: E 67/1844

ObjID: obj:1068089

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Paul von Krusenstern (1844),
Absender*in
Alexander von Humboldt (1769 - 1859),
Absender*in
Ignaz von Olfers (30.8.1793 - 23.4.1872),
Notiz
Datierung
1844
Material / Technik
—
Abmessungen
Höhe x Breite: 21,7 x 13,7 cm (Brief A. v. Humboldt)

Objektbeschreibung

Abgebidet ist hier lediglich die Vorderseite des Schreibens. Die erwähnten Kleidungsstücke befinden sich, abzüglicher zweier Kriegsverluste im Berliner Ethnologischen Museum (Inv. Nrn. I A 99 bis I A 104 a, b). (S. Nahser, 2008)

Enthält: zur Erwerbung: EJ Kunstkammer Nr. 2088: v. Olfers, Eintrag in das Eingangsjournal der Kunstkammer vom 14.06.1864, ein vollständiger Samojeden Anzug (III.F.A.1394-1396.), Geschenk des H(errn) Paul v. Krusenstern durch Vermittel(un)g d. H(errn) Alex(ander) v. Humboldt. -- Schreiben Alexander von Humboldt, 10.1.1844 an (?), betr. ethnogr. Sammlung Samojedenkleidung, Paul Krusenstern, Admiral, erwähnt jungen Bildhauer Strufferberg (?) -- Anmerk. Olfers 10.2. zu den Acten -- Schreiben vom 2.1.1844, Captain der [Russisch] Marine Paul Krusenstern, Halle an [Alexander von Humboldt?], hat auf seiner Reise mit dem Goeter Kaiserling nach dem H..öple..] Gegend des europäischen Russlands eine Kleidung einer Samojedin mitgebracht. Will baldmöglichst geografische Notizen der Reise zu geben. [Sendet die Sachen zum Ankauf für die Berliner Museen], Angabe der künftigen Adresse bei seiner Frau in Karlsruhe -- Brief Alexander von Humboldts an Ignaz von Olfers vom 10.1.1844

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.