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Ident. Nr.: IV Ca 45281

ObjID: obj:107058

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
1000 - 1550
Geografische Bezüge
Punta Arenas,
Provinz
Boruca,
Ort
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 20,7 x 14,4 x 14,6 cm
Wandstärke: 1,2 cm

Objektbeschreibung

Schweres, sanduhrförmiges Objekt mit zwei gegenständigen, runden Mündungen und einer einziehenden Wand. Die Keramik besitzt einen wulstförmig verdickten Rand mit abgeflachter Lippe. Das Objekt wurde beidseitig geglättet. Seine Außenseite besitzt gravierte Verzierungen.

Die monochrome Keramik wird durch zwei umlaufende Friese verziert, die aus tiefen, geometrischen Ritzungen bestehen. Sie zeigen stark stilisierte Fledermausmotive (?). Der tiefständige Fries wiederhohlt die invertierten Formen der hochständigen Sequenz. An beiden Rändern befinden sich kurze, vertikale Schnitte. Nach Holmes (1888) und Osgood (1935): terracotta ware. Nach MacCurdy (1911): armadillo ware. Soziale Bedeutung: Gefäßständer oder Tontrommel.

Kulturelle Bedeutung: die eleganten und dünnwandigen Objekte der Gruppe San Miguel Galleta gelten als handwerklicher Höhepunkt der Keramik, die aus der Region Gran Chiriquí stammt (Snarskis 1983: 131). Ähnliche Objektformen treten bereits in der Gruppe Bocana Inciso, variedad Toya (300d.C.-500a.C.) auf (Baudez 1972: 28, Fig. 14; Stone 1977: 40, Fig. 45; Bonilla et al. 1983: 43, Fig. 8B).
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 24.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.