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Ident. Nr.: IV Ca 45326

ObjID: obj:107103

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
Bicromo en zonas (500 v.Chr. - 500 n.Chr.)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Sardinal,
Stadt
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Höhe: 14,9 cm
Durchmesser: 19,9 cm
Öffnung: 17 cm
Wandstärke: 0,95 cm

Objektbeschreibung

Tiefe Schale mit Standring und einer hohen, leicht konkaven Wand. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt, grundiert, bemalt und leicht poliert. Bemalung und Grundierung sind partiell erodiert.

Die Außenseite der Keramik besitzt eine rote Grundfarbe, die schwarz und weiß bemalt ist. An der Gefäßwand befindet sich ein umlaufender Fries, der von zwei horizontalen Linienpaaren begrenzt wird. Er zeigt schwarze Dreiecke und schräge Linienbündel, die an Textil- oder Flechtwerk erinnern. Alle schwarzen Linien und Farbflächen besitzen dünne, weiße Außenlinien. Die Innenseite des Objekts zeigt eine weiße Deckfarbe auf roter Grundierung. Der Rand wurde rot bemalt. Nach Lothrop 1926: Nicoya black line ware. Nach Lehmann 1913: El Viejo-Stil.

Kulturelle Bedeutung: die Gruppe Tola Tricromo gilt als diagnostischer Anzeiger des Policromo Antiguo (500-800d.C.). Die costaricanische Variante López wurde vor allem in der Bahía de Culebra und im Tal des Río Tempisque dokumentiert. Sie scheint aus der Gruppe Rosales Esgrafiado en zonas (500d.C.-500a.C.) hervorgegangen zu sein. Die nicaraguanische Variante Tola besitzt viele Ähnlichkeiten mit der Gruppe Chávez Blanco sobre Rojo (800-500d.C.).

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.