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Ident. Nr.: IV Ca 45330

ObjID: obj:107107

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
Policromo Antiguo (500 - 800)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 5,8 x 8 x 7,6 cm
Mündung: 6,2 cm

Objektbeschreibung

Kleines, bauchiges Gefäß mit abgeflachtem Boden und zwei hochständigen Handhaben. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Seine Außenseite ist bemalt und poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Das restauriertes Objekt besitzt mehrere Bruchstellen.

Die Keramik besitzt eine lachsfarbene Grundierung, die auf der Außenseite des Gefäßes rot und schwarz bemalt ist. Am Rand verläuft ein schwarzes Band. Darunter befindet sich eine hochständige, umlaufende Linie, auf der schwarze Dreicke liegen. Der Körper wurde bis auf zwei gegenständige, ovale Aussparungen rot bemalt. Die Ovale zeigen ein rotes, rautenähnliches Motiv, das von einer dünnen, schwarzen Außenlinie begrenzt wird. Das Gefäßinnere blieb unverziert. Symbolische Bedeutung: die rautenähnliche Darstellung symbolisiert wahrscheinlich ein Echsenwesen, das auf die Maulpartie verkürzt wurde. Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware, alligator motive, type A.

Kulturelle Bedeutung: die Gruppen Galo und Carrillo Policromo (800-500d.C.) stellen die ersten wirklich polychromen Keramiken dar, die in der Region Gran Nicoya hergestellt wurden. Ihre Gestaltung (Form, Farbgebung, einzelne Motive) erinnert stark an die Gruppe Ullua Policromo (950-550d.C.). Echsenförmige Verzierungen sind auch aus dem costaricanischen Hochland (Protomen) und aus der Region Gran Chiriquí (Bemalung) bekannt.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.