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Ein tanzender Maler (Selbstbildnis), flüchtige Skizze zu "Kronprinz Friedrich besucht den Maler Antoine Pesne während der Arbeit auf dem Gerüst"

Ident. Nr.: SZ Menzel Kat.830

ObjID: obj:1071760

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Adolph Menzel (1815 - 1905),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1861
Provenienz
Kauf: Kunsthandlung R. Wagner, Berlin, Sammlung Hermann PaechterKunsthandlung R. Wagner, Berlin, Sammlung Hermann Paechter,
bis 23.4.1889
Sammlung der Zeichnungen an der Nationalgalerie (ab 1876) ,
April 1889-1992
Abmessungen
Blattmaß: 20,1 x 16,2 cm unregelmäßig beschnitten
Erwerbung
Erworben am 23. April 1889 (unter Inv.-Nr. F 482–491) von Menzels Kunsthändler Hermann Pächter (Firma R. Wagner) für die „Sammlung der Zeichnungen“ der Nationalgalerie; 1992 an das Kupferstichkabinett überwiesen.

Objektbeschreibung

Ein in vielerlei Hinsicht besonderes Selbstbildnis Menzels – es zeigt den etwa 46jährigen in eigenartiger Pose: in tänzelnder Verrenkung, das rechte Bein hoch erhoben, links akrobatisch mindestens 15 Pinsel und eine Palette haltend, beide Arme beinahe zu einer Umarmung aufhaltend, im Mund verwegen einen weiteren Pinsel geklemmt, umschwirrt von vielerlei Farbflecken, von denen der blutrote gerade in den Blick des Malers gerückt ist. Besonderheit gewinnt die Zeichnung außerdem durch die eigene Gleichsetzung mit dem Hofmaler Friedrichs des Großen, mit Antoine Pesne (1683-1757). Menzel stellte Pesne nämlich fast genau so auf seiner 1861 für den Berliner Industriellen Kahlbaum angefertigten Gouache „Kronprinz Friedrich besucht den Maler Pesne auf dem Malgerüst“ dar - ein anspielungsreiches Bild, das Menzel selbst entgegen diesem umständlichen Titel lapidar „Arien Benda“ nannte.

Text: Andreas Heese, in: Adolph Menzel. Radikal Real. hg. von Bernhard Maaz, München, 2008, S. 229, Kat. 211 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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