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Ident. Nr.: IV Ca 45526

ObjID: obj:107290

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Policromo Medio (800 - 1350)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Santa Cruz,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 6 x 7,1 x 6,9 cm

Objektbeschreibung

Hohles, zoomorphes Kopfprotomen mit Wandansatz. Das Protomen besitzt drei kleine Öffnungen. Das Objekt wurde beidseitig geglättet und geschlämmt. Seine Außenseite ist grundiert und bemalt. Grundierung und Bemalung sind sehr stark erodiert.

Das Fragment besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Objekts bemalt wurde. Das dargestellte zoomorphe Wesen öffnet sein Maul. Es trägt am oberen Stirnansatz einen gezahnten, habkreisförmigen Kranz. Augen, Ohren und Nase wurden besonders akzentuiert. Nach Lothrop 1926: highland polychrome ware.

Kulturelle Bedeutung: der Typ wurde ausschließlich im Süden der Region Gran Nicoya hergestellt und nach dem Zentralen Hochland und der Atlantikregion von Costa Rica gehandelt. Die Keramik ist sowohl aus Bestattungen als auch aus Siedlungskontexten bekannt. Sie war häufig mit der Gruppe Altiplano Policromo (1350-800d.C.) vergesellschaftet.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.