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Ident. Nr.: IV Ca 45763

ObjID: obj:107514

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Policromo Medio (800 - 1350)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Santa Cruz,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 16,7 x 19,5 x 19,4 cm
Öffnung: 4,5 cm
Mündung: 8,1 cm
Wandstärke: 0,98 cm

Objektbeschreibung

Bauchiger Krug mit gewölbtem Boden, einziehender Wand und einem kurzen, leicht auskragenden Hals. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Seine Außenseite ist bemalt und poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Das restaurierte Gefäß besitzt mehrere Bruchstellen.

Die Keramik besitzt eine braune Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes schwarz-braun bemalt wurde. Der Gefäßhals ist vollständig schwarz-braun gefärbt. Auf der Schulter befindet sich ein umlaufender Fries, der kurze, vertikale Linien zeigt. Der Körper wird außerdem durch mehrere umlaufende Bänder verziert. Die Innenseite des Gefäßhalses besitzt eine braune Grundierung. Der Körper blieb unverziert. Nach Lothrop 1926: Nicoya black line ware.

Kulturelle Bedeutung: der Typ wurde in Bestattungen dokumentiert. Sein Formeninventar umfaßt ausschließlich Krüge.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.